Guten Morgen

morgenkaffeeDer bei der FAZ raus­ge­flo­gene Michael See­mann alias mspro darf bei der Zeit weit­erbloggen und meint dort zur Diskus­sion um Google-Street-View, dass man sein Bild im Inter­net selb­st bes­tim­men solle bevor es andere tun. Als ob es ein Recht auf infor­ma­tionelle Selb­st­bes­tim­mung in Deutsch­land nicht gäbe.
Barack Oba­ma erk­lärt den mit im Aus­land geliehen­em Geld finanzierten Irak-Krieg für been­det und zieht im Angesicht von 4400 toten und 32.000 ver­let­zten amerikanis­chen Sol­dat­en ein bit­teres Faz­it:

“Wir haben mehr als eine Bil­lion Dol­lar im Krieg aus­gegeben, häu­fig finanziert mit geliehen­em Geld aus dem Aus­land.” Dies habe notwendi­ge Investi­tio­nen im eige­nen Land verk­nappt und zu Reko­rd­schulden beige­tra­gen.

Die FAZ find­et es in der Sar­razin-Debat­te inter­es­sant, wie wohl Bun­des­bank-Chef Axel Weber mit der Per­son­alie umge­hen wird, ohne dabei seine Chan­cen auf die Nach­folge von Jean-Claude Trichet im  Chef­ses­sel der Europäis­chen Zen­tral­bank zu ver­ringern.
Und während ich mir die Frage stelle: Ist das jet­zt eine Lehre für die Amerikan­er oder bloß ein Schlussstrich? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.
[Foto: Luc van Gent]

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Niederländischer Twitterkrieg

In den Nieder­lan­den ist heute ein klein­er Twit­terkrieg vom Zaun gebrochen wor­den. Zunächst meinte die Bezirkschefin der Polizei in Hoogeveen, Dren­the, Ger­da Dijks­man:

Die Poli­tik ist jet­zt wach und purzelt übere­inan­der, wenn es um die gerechte Für­sorge der faschis­tis­chen PVV geht.
woraufhin Geert Wilders ihre Ent­las­sung fordert:

Die sozial­is­tis­che Polize­ichefin Dijks­man aus Dren­the, die die PVV faschis­tisch nan­nte, muss stante pede ent­lassen wer­den.
Pop­corn!

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Guten Morgen

morgenkaffee
Die DJK Wat­ten­scheid hat den NPD-NRW-Lan­desver­band­schef Claus Cre­mer als Betreuer der 2. Mini­kick­er-Mannschaft raus­ge­wor­fen. Das allerd­ings erst nach viel The­ater.
Der Neue der Ex von Rome liegt im Kranken­haus. Das macht ihm fast Sor­gen.
Joachim Huber betra­chtet beim Tagesspiegel klug die gestrige Diskus­sion­sshow hart aber fair mit Thi­lo Sar­razin nach und find­et, dass die Sendung mehr geleis­tet habe als andere.
Und während ich mir die Frage stelle: Betreuer bei der zweit­en Mini­kick­er­mannschaft der DJK Wat­ten­scheid. Haben die bei der NPD nur solche Kar­ri­eris­ten dabei? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.
[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Carta.info befasst sich mit der Bildzeitung, die die Sar­razin-Debat­te zur Sch­ablone ihrer Sprech­berech­ti­gungskam­pagne macht. Dabei ignori­ert man bei der Bild natür­lich die sar­razin­schen Aus­führung, die den Recht­sausleger für die Diskus­sion dis­qual­i­fizieren:

“Das Muster des gen­er­a­tiv­en Ver­hal­tens in Deutsch­land seit Mitte der sechziger Jahre ist nicht nur keine Dar­win­sche natür­liche Zucht­wahl im Sinne von “sur­vival of the fittest”, son­dern eine kul­turell bed­ingte, von Men­schen selb­st ges­teuerte neg­a­tive Selek­tion, die den einzi­gen nachwach­senden Rohstoff, den Deutsch­land hat, näm­lich Intel­li­genz, rel­a­tiv und abso­lut in hohem Tem­po ver­min­dert.” (Seite 353)

Als ob der Mann irgen­deine Ahnung hätte, wovon er da redet. Auch Ex-Bild-am-Son­ntag-Chefredak­tuer Michael Spreng spricht der Bildzeitung ab, dass es in Punk­to Sar­razin derzeit um die Vertei­di­gung der Mei­n­ungs­frei­heit geht:

Das Gegen­teil ist der Fall: Kaum ein­er durfte in den let­zten Jahren den Mund so weit aufreißen wie Thi­lo Sar­razin. Die Vor­ab­drucke seines Buch­es in BILD und “Spiegel” erre­icht­en 18 Mil­lio­nen Leser, er war schon Gast in zwei Talk­shows mit sechs Mil­lio­nen Zuschauern, zu sein­er Pressekon­ferenz kamen 250 Jour­nal­is­ten und 30 Fernse­hteams, er war Schlagzeile in jed­er deutschen Zeitung, Auf­mach­er in allen TV-Nachricht­en. Sein Buch wurde schon 250.000 mal bestellt. Mehr Mei­n­ungs­frei­heit geht nicht.

Das prov­inzkind zeigt sich irri­tiert über die Mel­dung, dass über­durch­schnit­tlich viele Berlin­er an den Fol­gen des Alko­hol­genuss­es ster­ben und darüber wie akzep­tiert doch dieser Dro­genkon­sum ist.

Stephen Hawk­ing hat in Großbrit­tanien eine Reli­gions­de­bat­te ent­facht. Für die natur­wis­senschafltiche Erk­lärung der Entste­hung der Welt kön­nten so viele Erk­lärun­gen ange­führt wer­den, dass ein Rück­griff auf Gott als Erk­lärung nicht notwendig sei. Dies wird von Richard Dawkins gefeiert. Der britis­che Großrab­bin­er Jonathan Sacks hält dage­gen:

„Wis­senschaft nimmt die Dinge auseinan­der, um zu sehen, wie sie funk­tion­ieren. Reli­gion set­zt sie zusam­men, um zu ver­ste­hen, was sie bedeuten.“ Wis­senschaft, die sich als Reli­gion auf­spiele, sei eben­so unsin­nig wie Reli­gion, die sich als Wis­senschaft gebe. Hawk­ing erk­läre, „wie“, nicht „warum“ die Welt geschaf­fen wor­den sei. Die Bibel frage: „Wer sind wir, warum sind wir hier, wie sollen wir leben?“, argu­men­tierte Sacks.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum geht den Natur­wis­senschaftlern im Kampf gegen Religiöse eigentlich immer noch so ein­er ab? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Die Berlin­er Zeitung doku­men­tiert ein zwar geführtes, aber nicht veröf­fentlicht­es Inter­view zwis­chen Michel Fried­man und Thi­lo Sar­razin. Allein die ange­führten Fra­gen sind das Lesen wert.

Rome erk­lärt, wie das mit Beziehun­gen zu Frauen über 30 so ist:

Ein­fach tief in die Augen guck­en, biss­chen an- und aus­lachen und sie fra­gen, ob sie noch alle Tassen im Schrank hat. Dann muss man ihr nur noch sagen, dass sie mit dem Scheiß aufhören und auf der Stelle zu dir kom­men soll. Dann kom­men die angedack­elt, du nimmst sie in den Arm und fer­tig. Nor­maler­weise reicht das schon.

…Kaf­fee bei mir befasst sich mit dem poli­tis­chen Treiben von Frau zu Gut­ten­berg, das vom Lichte der Partei ihres Mannes beleuchtet von­stat­ten geht.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum glauben einige Men­schen, sie seien bedeu­tend, nur weil sie wen geheiratet haben, der das möglicher­weise ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Wolf­gang Michal zieht heute mal Par­al­le­len zwis­chen Thi­lo Sar­razin und Peter Slo­ter­dijk als Debat­ten­pro­voka­teure der Repub­lik.

Wo wir ger­ade bei polar­isieren­den Laien sind: Sascha Lobo plädiert für ein moralis­ches Bewusst­sein für die Ent­loh­nung von Musik, und macht deut­lich, dass er keine Ahnung hat, was Moral bedeutet.

Bei …Kaf­fee bei mir ? hat man gestern hier gele­sen, wie Macho Rome von seinen 30jährigen Eroberun­gen spricht und antwortet mit ein­er Eloge auf das Dasein der Frau mit 50.

Und während ich mir die Frage stelle: Wenn das Niveau öffentlich­er Debat­ten so unterirdisch ist, wo find­et man die anspruchsvolleren? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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