Guten Morgen

morgenkaffee

In Frankre­ich dür­fen Polizis­ten ab sofort auch klein­er als 1,60m sein. Manche munkeln, dass der Präsi­dent dies ver­an­lasst habe. Übergewicht dür­fen sie auch haben.

Auch Fam­i­lien­min­is­terin Schröder lässt Lob­by­is­ten mit an den Geset­zen­schreiben: Eine Ver­sicherung wurde zum Erstellen des Konzepts für eine Arbeit­nehmerver­sicherung zur Fam­i­lienpflegezeit herange­zo­gen.

Der Tage­spiegel hat sich mal in den Region­al­li­gen des fußballs umge­se­hen und sieht ein trost­los­es Bild. Viele Tra­di­tion­sclubs ste­hen vor dem Aus.

Irgend­wie Som­mer­loch und doch selt­sam: Die Brötchen für den Bun­de­spräsi­den­ten wer­den immer 300 Km aus Han­nover hergeholt.

Geert Wilders hat in den Nieder­lan­den nun Anzeige gegen den Blog­ger Beert Brussen, Mach­er des Blogs Geenstil,nl, erstat­tet. Der hat­te einen Tweet veröf­fentlicht, indem zur Ermor­dung von “Wilders” aufgerufen wurde. Geen­sti­jl meint nun “Aha, mit “Wilders” war also Geert Wilders gemeint”.

Und während ich mir die Frage stelle: Sind Brötchen aus Han­nover die neuen Tulpen aus Ams­ter­dam? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

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Ricky Rickermann über seine Ibbenbüren-Lieder

Heut’ fahren wir zur Som­mer­rodel­bahn, heut fahren wir ins Grüne,
heut’ fahren wir ins Teck­len­burg­er Land, heut fahren wir nach Ibbenbüren.

Angenehm ver­traut sind den Ibben­büren­ern diese Zeilen. Sie stam­men aus dem Lied Heut fahren wir zur Som­mer­rodel­bahn, das eigens für die Som­mer­rodel­bahn geschrieben wurde. 

Ich habe Ricky Rick­er­mann kon­tak­tiert, der das Lied eben­so wie Komm wir machen eine Reise geschrieben, pro­duziert und gesun­gen hat, um ihm ein paar Fra­gen zu stellen. Dies ist seine Antwort:

Hal­lo Herr Herkenhoff,ricky

wenn man so, wie ich, mit 63 Jahren plöt­zlich wieder an schöne Abschnitte des Lebens denken darf, kommt da schon Freude auf! Allerd­ings auch Wehmut, wie schnell doch die Zeit verge­ht, denn die Pro­duk­tion für die Som­mer­rodel­bahn — Fam. Der­hake in Ibbenbüren‑, gehörte zu den ersten Aufträ­gen mein­er damals gegrün­de­ten Fir­ma H.R Musikpro­duk­tion. Die Auflage lag bei 1000 Stück. Die bei­den Lieder wur­den von mir geschrieben, gesun­gen und in einem Stu­dio in Hol­land aufgenommen.40 Jahre ist das her. Einige Kinder aus meinem Heimat­dorf Thuine, sie sind heute über 50 Jahre alt, haben den Chor gesun­gen. In dieser Zeit end­standen viele Lieder von mir, die auch heute noch gespielt werden.

Meine musikalis­che Zeit begann aber schon einige Jahre vorher in Osnabrück. Ich habe eine Friseurlehre in Osnabrück-Hellern gemacht, und neben­bei bei ein­er damals sehr bekan­nten Musikpäd­a­gogin eine Gesangsaus­bil­dung begonnen.

Finanziert habe ich diese durch Auftritte im Osnabrück­er The­ater­chor und im Som­mer auf der Freilicht­bühne Tecklenburg.

Mein Auftritte im Zige­uner­baron auf der Freilicht­bühne habe ich noch heute in guter Erinnerung.

Der Karneval war damals für mich eine gute Gele­gen­heit, viele Auftritte zu bekom­m­men, und so wurde ich Stimmungssänger

für die fol­gen­den 30 Jahre.Viele Auftritte beim Karneval in Osnabrück, Recke, Mün­ster, Düs­sel­dorf, Köln, Lin­gen, Ham­burg usw.machten mich über die Gren­zen hin­aus bekan­nt. Eigene Lieder wur­den geschrieben wie: “Hei­ni, unser Hahn”, “Flocky ist ein Play­boy”, “Die Supersau”.

Ibben­büren besuche ich regelmäs­sig pri­vat, denn ich fahre mit mein­er Enkel­tochter in das schöne Aasee-Bad.

Das Ibben­büren­er und Teck­len­burg­er Land hat für mich bis heute ein Beson­der­heit, denn jedes Mal beim Lan­dean­flug Flug­platz Mün­ster — Greven empfinde ich ein schönes Gefühl.

Ich bin in Thuine/Emsland geboren,und lebe dort seit mein­er Geburt. Meine Frau und Tochter haben mich immer unter­stützt und begleit­et. Für meine ehre­namtliche Arbeit in der Gemeinde Thuine wurde ich ausgezeichnet .

Meine Musik ist bis heute für mein Leben sehr wichtig. Mit meinem Pro­gramm: “Erin­nerun­gen”, singe ich Lieder-Schlager-Ever­greens aus den 50er, 60er und den 70er Jahren auf vie­len Senioren­ver­anstal­tun­gen und freue mich, dass nicht nur ich, son­dern auch andere Men­schen älter gewor­den sind.

Her­zliche Grüße

Ricky Rick­er­mann

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Inter­net­seite von Ricky Rick­er­mann

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Der Puff ist zu — Wolf Schneiders Vorliebe kurzer Wörter

wolfschneider

Wolf Schnei­der hat einen schö­nen, kleinen Videopod­cast über kleine Wörter gemacht. Er ruft dazu auf, dass Blog­ger und Jour­nal­is­ten ver­ständliche Texte machen sollen und meint, dies gelänge durch die Ver­wen­dung kurz­er Wörter. Wis­senschaftler und Metre­olo­gen ver­wen­de­ten oft kom­plexe Wörter, die durch kurze aus­ge­tauscht das, worüber gesprochen wer­den soll, viel leichter ver­ständlich machen würden.

Dies ist zunächst ein­mal ganz richtig. Es gibt viele Beruf­s­grup­pen, die keinen leicht ins Ohr gehen­den Slang ver­wen­den. Wis­senschaftler und Medi­en­mach­er gehören oft­mals dazu. Ich für meinen Teil aber arbeite ger­ade an der tran­szen­den­tal­en Deduk­tion des Prinzips der Zweck­mäßigkeit in Kants Kri­tik der Urteil­skraft. Das Dumme ist, kürz­er kann ich diesen Gegen­stand nicht benen­nen, ohne wichtige Dinge unaus­ge­sprochen zu lassen. Manch­mal braucht man eben ver­trackt sich anhörende Sprache, um präzise zu sein.

Im All­t­ag, und nehmen wir mal durch­schnit­tliche Blog- oder Zeitungsar­tikel, da braucht man eine ver­ständliche Sprache. Der Leser will sich möglichst nicht anstren­gen beim Lesen. Nach Schnei­der sind es lange Wörter, die diese Aufmerk­samkeit beein­trächti­gen. Ich denke, es sind vor allem Frend­wörter, die, sofern es passende Nicht­fremd­wörter gibt, wegge­lassen wer­den soll­ten. Deutschsprech­er ver­ste­hen bes­timmte Begriffe ein­fach leichter, wenn sie nicht über eine Esels­brücke, wie es ein Fremd­wort ist, gehen müssen: Ich ver­ste­he schneller, was der Begriff Sonnenen­ergie meint, als, was der Begriff Solaren­ergie meint, obwohl bei­de das­selbe bedeuten. Ein­fach, weil ich schon bei Sonne bildlich an Sonne denke. Solar erweckt kein direk­tes solch­es Bild, wenn man nicht ger­ade alt­sprach­lich gebildet ist. Ähn­lich ist die Frage Wieviele Titel hat das Album? ver­ständlich­er als Wieviele Tracks hat das Album?, auch wenn Tracks kürz­er ist als Titel.

Es kommt für eine leicht ver­ständliche Sprache also eben­so auf ver­ständlich gewählte Wörter und anre­gende Erzählweise an. Kurze Wörter kön­nen Teil davon sein, müssen es aber nicht.

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