Guten Morgen

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Auch 24 Jahre nach der Ther­nobyl-Katas­tro­phe müssen die Schä­den noch beglichen wer­den. So zahlt Deutsch­land 424.650€ im Jahr — für radioak­tive Widlschweine.

Der katholis­che Moralthe­ologe Franz-Josef Bor­mann beschäftigt sich in der Frank­furter Rund­schau mit der Frage Was ist Wil­lens­frei­heit?, wenn auch nur, um sich selb­st auf die Schul­ter zu klopfen:

Die the­ol­o­gis­che Ethik hat daher stets Ein­spruch gegen die ver­schiede­nen Ver­drän­gungsmech­a­nis­men men­schlich­er Ver­ant­wor­tung erhoben und sich etwa durch die begrif­fliche Unter­schei­dung von moralisch „Bösem“ und außer­moralis­chem „Übel“ darum bemüht, den Raum der Frei­heit und Ver­ant­wor­tung des Men­schen real­is­tisch auszumessen. An der Dringlichkeit dieser Auf­gabe dürfte sich auch durch die Erken­nt­n­is­fortschritte der mod­er­nen Hirn­forschung wenig geän­dert haben.

Hans Leyen­deck­er nimmt den Fall Kachel­mann zum Anlass, über den eige­nen Beruf­s­stand zu reflek­tieren: Ein öffentlich­es Geschäft.

Und während ich mir die Frage stelle: Quieken radioak­tive Wild­schweine anders? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

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Die GEMA hat gegen YouTube eine einst­weilige Ver­fü­gung ein­gere­icht. Die Entschei­dung hierüber fällt am 27. August. Youtube soll durch die GEMA rechtlich bean­standete Videos nicht gelöscht haben.

Kai Bier­mann hat sich den offiziellen Youtube-Kanal der Bun­deswehr angeschaut und ist etwas irri­tiert darüber, wie flap­sig es dort zugeht.

Bun­deswirtschaftsmin­is­ter Brüder­le inter­essiert sich für Fachkräfte aus dem Aus­land. Und CSU-Chef See­hofer hat schon eine Idee für welche Stelle. Meint Klaus Stuttmann.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist Youtube bald alle? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

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Heute legt Malte Weld­ing seinen ersten Blog­beitrag für Deus ex machi­na vor, ein Blog, das ich gestern noch kri­tisch betra­chtet habe. Seine Sprache ist aber, anders als gestern beschrieben, deut­lich angenehmer, schnell find­et er zum Punkt seines Anliegens, wenn auch offen bleibt, was Lothar Matthäus mit der Balz im Inter­net zu tun haben soll.

Der Erste und der Zweite Sen­at des Bun­desver­fas­sungs­gericht­es stre­it­en sich über die Frage, ob die Bun­deswehr im Inneren der Bun­desre­pub­lik einge­set­zt wer­den darf.

Sebas­t­ian Beck schreibt bei der Süd­deutschen Zeitung über das tot­geschwiegene Trau­ma: Polizis­ten wer­den per­sön­lich ange­grif­f­en und mit dieser psy­chis­chen Belas­tung alleine gelassen:

Pfeif­fer sagt, es laste Druck auf Polizis­ten, sich unbeein­trächtigt zu zeigen und männliche Härte auszus­trahlen. “Wer das nicht aushält, der läuft Ver­dacht, dass er ein Weichei ist.” Beamte, die im Dienst schw­er ver­let­zt wur­den, berichteten den Wis­senschaftlern aus Han­nover, wie sehr sie darunter gelit­ten hät­ten, dass sie im Kranken­haus keinen Besuch von Kol­le­gen bekom­men hät­ten. Pfeif­fer hat eine ein­fache Erk­lärung dafür: Das eigene Leid und das der anderen werde ein­fach ver­drängt. Viele Beamte laufen nach sein­er Beobach­tung mit einem “emo­tionalen Panz­er” durch die Gegend.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum gibt es keinen Unter­richt zur Achtung vor staatlichen Ein­rich­tun­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

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Johanes Boie arbeit­et derzeit 2 Monate lang für die Los Ange­les Times und schreibt in diesem Zusam­men­hang über den Homi­cide Report, einem Blog, das sich mit Ermor­dun­gen beschäftigt.

Denis erzählt, wie er gedanken­voll nach Hause geht.

Google stellt sein Wave-Pro­jekt ein, das eine Art hätte sein sollen, wie man heutzu­tage E‑Mail erfun­den hätte — wenn es irgend­je­mand kapiert hätte. Die Google-Nutzer hät­ten es nicht angenom­men. Naja, so kann man es irgend­wie auch ausdrücken.

Und während ich mir die Frage stelle: Wäre E‑Mail, würde sie heute tat­säch­lich neu erfun­den, wirk­lich genau­so ignori­ert wor­den? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

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Was ich noch sagen wollte zu… Googles Wave & Early Adopter


Google Wave ist tot. Und das ist, wenn es sich um Google han­delt immer Aufmerk­samkeit erweck­end. Das war es schon zu Beginn. Als ich im Novem­ber 2009 auf dem Bar­camp OWL gewe­sen bin, war Google Wave noch ein junger Hüpfer, the hottest shit in town. Google Wave bekam auf diesem Bar­camp, wie sicher­lich auf vie­len anderen auch, eine eigene Ses­sion. Dort wurde im voll gefüll­ten Raum dem sich in Wave unklar rumk­lick­enden Ses­sion-Hal­ter Aufmerk­samkeit geschenkt. Aufmerk­samkeit für ein Pro­gramm, das die wenig­sten ver­standen und eigentlich auch nie­mand ersehnte.
Warum also eine der­ar­tige Aufmerk­samkeit? Warum ein voller Raum? Warum nun so ein Bohei um die Vereb­bung der Welle?
Ganz ein­fach, weil es nie nur um Google ging, nie nur um Wave, son­dern immer auch um eine Hin­ter­grund-Idee, die ein wenig mit Wave ger­ade stirbt: Die Ear­ly-Adopter-Idee. Was ist das für eine Idee? Nun, bei allen neuen Pro­gram­men und Pro­duk­ten denken sich die Mar­ket­ing-Leute, man müsse nur den Nerv der Ear­ly-Adopter tre­f­fen, dann würde sich durch diese eine Welle der Begeis­terung durchs Land des Inter­nets fegen und das Pro­gramm ist etabliert. Die Ear­ly-Adopter sind sozusagen die Erstaus­pro­bier­er. Aber die gab es nun mal bei Google Wave. Und sie tru­gen ihre Ver­anstal­tun­gen mit Begeis­terung auf diversen Bar­camps und sonst­wo vor.
Es fol­gte ihnen aber nie­mand. Die Ear­ly Adopter sind offen­sichtlich kein Garant für den Erfolg eines Pro­duk­ts — zumin­d­est nicht als bloße Ear­ly Adopter. Der Begriff erfasst nicht das, was Mar­ket­ing-Leute sich denken: Den Ursprung des Erfol­gs eines Pro­duk­ts beim Publikum.
Vielle­icht muss ein auf Erfolg gebürstetes Pro­gramm inten­siv­er gehy­pet und befeuert wer­den — Google Wave bekam nie eine zweite Euphoriewelle. Vielle­icht braucht man über­durch­schnit­tlich intel­li­gente Leute, die ein Feuer aus­bre­it­en. Aber wie will man die denn vor einen Mar­ket­ing-Kar­ren span­nen? Ob die mar­ket­ing­mäßig aufge­fasste Idee des Ear­ly Adopters durch eine andere erset­zt oder ob solche Ideen von nun an gän­zlich ver­wor­fen wer­den — du und ich, wir wissen’s nich’.
[ Foto: http://www.flickr.com/photos/teller/ / CC BY-NC-SA 2.0 ]

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Wie ist das eigentlich mit… dem kaputten Blumenkübel?

Auf Twit­ter macht man sich ger­ade über einen Artikel der Neuenkirch­en­er Aus­gabe der Mün­ster­schen Zeitung lustig: Die hat­te gemeldet, dass an einem Altenheim ein Blu­menkü­bel zer­stört wor­den sei und wie trau­rig dies die Senioren mache.

Warum? fragt z.B. Twit­ter­er Flusskiesel. Ange­fan­gen hat es mit Twit­ter­er Ralf Heimann und sich dann verselb­ständigt. Auf Twit­ter kön­nen Einzel­nachricht­en leicht weit­ergeleit­et werden.

Nun ist es sicher­lich nicht das Ein­fach­ste, eine Region­alzeitung im Som­mer­loch mit Inhalt zu befüllen, man sollte sich aber über entsprechen­den Spott nicht wundern.
Bei der Mün­ster­schen Zeitung wun­dert man sich über diese Inter­netwelle. Inzwis­chen fragt man sich bei Twit­ter, ob der Blu­menkü­bel aus Neuenkirchen den Sack Reis aus Chi­na ablösen kann. Wir sind gespannt.

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Guten Morgen

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Ein Hack­er erfand eine Frau, meldete sie bei Face­book und Linkedin an, machte auf gut Fre­und mit diversen Män­nern in staatlichen Funk­tio­nen und kam so an brisante Infor­ma­tio­nen der US-Regierung und einen Job bei Google. Ei der daus.

Der Chefjus­tiziar von Google Nord- und Zen­traleu­ropa (huu­u­u­u­ui) Dr. Arnd Haller lis­tet 10 Punk­te gegen ein Presse-Leis­tungss­chutzrecht auf.

Der Leit­er der Uni­ver­sität Frank­furt, Wern­er Müller-Esterl, beklagt den Zus­tand deutsch­er Uni­ver­sitäten: Es läuft etwas schief in Deutsch­land.

Und während ich mir die Frage stelle: Wieviele imag­inäre Per­so­n­en haben wohl tat­säch­lich einen Job? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

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Der öster­re­ichis­che römisch-katholis­che Bischof Andreas Laun hat sich auf der polar­isieren­den Inter­net­seite kath.net Eva Her­man angeschlossen in der Mei­n­ung, das Dra­ma der Lovepa­rade sei eine Strafe Gottes:

Was aber die Lovepa­rade bet­rifft und den Gedanken, das Unglück mit „Strafe Gottes“ in Verbindung zu brin­gen, empfind­et man als empörend, weil und wenn man denkt: „Sünde? Wer? Wir doch nicht, wir amüsieren uns, wie wir wollen! Gott soll sich unter­ste­hen, einen solchen Gott gibt es nicht!“
Mit anderen Worten: Man weigert sich anzuerken­nen, dass die Lovepa­rade, abge­se­hen von ihrem krankhaften Erschei­n­ungs­bild, auch mit Sünde zu tun haben kön­nte und darum, fol­gerichtig, auch mit dem rich­t­en­den und strafend­en Gott!
Wenn Gott „straft“ tut er dies mit der Absicht, den Men­schen zurück­zu­holen, Gott straft aus Liebe!

[via fefe]
Die CDU liess sich auf Kosten der Steuerzahler Tipps geben, wie man die FDP am besten angreifen kann.
Das ZDF hat dem zur Bun­desregierung als Regierungssprech­er wech­sel­nden Stef­fen Seib­ert ver­traglich ein Rück­kehrrecht zuge­s­tanden, obwohl ZDF-Chefredak­teur Peter Frey zunächst bedauert hat, dass Seib­ert seine Zukun­ft nicht im Jour­nal­is­mus sah.
Anne Roth hat sich im Urlaub mit Meis­ter Floh von E.T.A. Hoff­mann auseinan­derge­set­zt und ist sehr begeis­tert: In dieser Erzäh­lung geht es um ungerechte staatliche Ver­fol­gung auf­grund von irrel­e­van­ten Indizien:

Nach­dem der Pro­tag­o­nist der Erzäh­lung, Pere­gri­nus Tyß, den „Meis­ter Floh“ ken­nen­gel­ernt hat, wird er auf Antrag des Geheimen Hofrats Knar­rpan­ti plöt­zlich ver­haftet. Ihm wird vorge­wor­fen, am Wei­h­nachtsabend aus ein­er großen Gesellschaft, die bei einem reichen Banki­er ver­sam­melt gewe­sen war, eine vornehme Dame ent­führt zu haben. Als sich her­ausstellt, dass in der Stadt gar keine vornehme Dame ver­misst wird, meint der Geheime Hofrat, „wenn erst der Ver­brech­er ermit­telt sei, würde sich das began­gene Ver­brechen von selb­st finden“.
E. T. A. Hoff­mann spielte damit auf einen wahren Fall an, der sich wenige Monate vor der Arbeit an Meis­ter Floh ereignet hat­te. 1814 war Hoff­mann wieder in den preußis­chen Staats­di­enst getreten, 1816 wurde er zum Kam­merg­ericht­srat ernan­nt und 1819 in die Unter­suchungskom­mis­sion „zur Ermit­tlung hochver­rä­ter­isch­er Verbindun­gen und ander­er gefährlich­er Umtriebe“ berufen. Dabei ging es um die so genan­nte Dem­a­gogen­ver­fol­gung im Anschluss an die Karls­bad­er Beschlüsse gegen Mit­glieder der ver­bote­nen Burschen­schaften und der Turn­be­we­gung. Hoff­mann wider­sprach dabei dem Min­is­te­rialdirek­tor im Polizei­min­is­teri­um, Karl Albert von Kamptz, als dieser Friedrich Lud­wig Jahn (bekan­nt als Turn­vater Jahn) frühzeit­ig öffentlich für über­führt erk­lärte und entsprechende Berichte in den Berlin­er Zeitun­gen lancierte, obwohl diesem kein­er­lei konkretes rechtlich­es Verge­hen vorge­wor­fen wer­den konnte.

[aus: Wikipedia]. Anne Roth ist durch ihre Artikel über die staatliche Ver­fol­gung ihres Mannes Andrej Holm bekan­nt gewor­den. Ähn­lichkeit­en der Geschichte mit der heuti­gen Zeit bitte selb­st her­aus­find­en.
Und während ich mir die Frage stelle: Sind halt­los herumphan­tasierende Bis­chöfe eigentlich auch eine Strafe Gottes? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.
[Foto: Luc van Gent]

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