Guten Morgen

morgenkaffee

Hat Gott bei der Lovepa­rade einge­grif­f­en, um dem laster­haften Treiben ein Ende zu machen? fragt indi­rekt eine eben­so den Teufel her­beiredende Eva Her­man, über die man sich wohl nur noch wun­dern kann, über das tragis­che Ende der Großver­anstal­tung in Duis­burg:

Begriffe wie Sit­tlichkeit oder Anstand haben sich in den abgrundtiefen Basss­chlä­gen ins Nichts aufgelöst.

Enthem­mung und Ent­fes­selung treiben über dem Geschehen, die jun­gen Men­schen wirken, als hät­ten sie jegliche Selb­stkon­trolle abgegeben, eksta­tisch und wie im Sog fol­gen sie dem fin­steren Meis­ter der sicht­baren Ver­führung.

Die unheil­vollen Auswüchse der Jet­ztzeit sind, bei Licht betra­chtet, vor allem das Ergeb­nis der Achtund­sechziger, die die Gesellschaft »befre­it« haben von allen Zwän­gen und Regeln, welche das »Indi­vidu­um doch nur einen­gen«.

Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit einge­grif­f­en, um dem scham­losen Treiben endlich ein Ende zu set­zen. Was das ange­ht, kann man nur erle­ichtert aufat­men!

Der Spiegel begin­nt mit den Artikeln, die Ungereimtheit­en der Behör­den im Umgang mit dem Unglück erken­nen.

Gaby Weber schreibt über die Hin­ter­grund­poli­tik im Fall Eich­mann.

Und während ich mir die Frage stelle: Wer will wohl dies­mal schon im Vor­feld alles gewußt haben? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.