Moin

morgenkaffee

Katrin Schus¬≠ter zeigt sich beein¬≠druckt von Ben¬≠jamin Steins Die Lein¬≠wand, ohne dass sie bish¬≠er gedanklich mit dem Buch abgeschlossen h√§tte, und kri¬≠tisiert, dass die Lit¬≠er¬≠aturkri¬≠tik die Sprache des Buch¬≠es bish¬≠er nicht zu w√ľrdi¬≠gen gewusst hat.

Die FDP arbeit¬≠et weit¬≠er an der Per¬≠fek¬≠tion¬≠ierung ihres Umfall¬≠er¬≠prinzips und will auf keinen Fall Koali¬≠tion¬≠s¬≠ge¬≠spr√§che mit rot-gr√ľn und eben¬≠so eine Ampelkoali¬≠tion nicht auss¬≠chlie√üen. Egal, was hin¬≠ter¬≠her rauskommt, die FDP hat vorher irgend¬≠sowas gesagt.

Die meist­ge­sucht­este Ter­ror­istin oder so kommt aus mein­er alten Stu­den­ten­stadt Nimwe­gen. Das war ja auch schon immer ein Pul­ver­faß da unten ;-).

Und während ich mir die Frage stelle: Ist man eigentlich irgend­wie ange­se­hen als Ter­ror­ist, wenn man es schafft, bekan­nt zu wer­den? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Was ich noch sagen wollte zu… Blogstatistiken

Ger¬≠ade wird mein kleines Pri¬≠vat¬≠blog wieder √∂fters aufgerufen, meist √ľber Google, ohne dass ich genau w√ľsste, weswe¬≠gen es zu ein¬≠er st√§rk¬≠eren Nach¬≠frage kommt. Wahrschein¬≠lich ist das Wet¬≠ter zu schlecht, um drau√üen was zu unternehmen.

Das bringt mich aber dazu, mal kurz zu erzählen, warum ich auf Blogsta­tis­tiken nicht mehr son­der­lich achte. Ich hab let­ztens in klein­er Runde mal erzählt, dass ich mit meinen eige­nen Blogs so 1000 Leser täglich habe. Und darauf reagierten die Zuhör­er, von denen einige auch bloggen und das teil­weise schon seit Jahren, irgend­wie so beein­druckt, dass ich sofort abgewunken habe.

Diese Zahl ist zwar einiger¬≠ma√üen um die Such¬≠maschi¬≠nen und Bots bere¬≠inigt, hin¬≠ter denen kein Men¬≠sch, son¬≠dern eben nur eine Mas¬≠chine ste¬≠ht. Aber den¬≠noch rede ich bei Leser nur von Zugrif¬≠f¬≠en. Unter Leser aber sind ja nur diejeni¬≠gen inter¬≠es¬≠sant, die sich wirk¬≠lich mit dem Besch√§fti¬≠gen, was geblog¬≠gt wurde. Ein solch¬≠er Leser w√ľrde sich die Zeit nehmen, den Text zu lesen, nicht sofort weit¬≠er klick¬≠en. Ich f√ľh¬≠le mich ja auch nicht als Leser der Bildzeitung, nur weil mir ihr Auf¬≠mach¬≠er im Zeitungsladen in den Blick f√§llt.

Ich w√ľrde mich selb¬≠st auch nicht als Leser eines Blogs hal¬≠ten, nur weil ich dort mal ein Youtube-Film¬≠chen gese¬≠hen h√§tte. Manche Blogs leit¬≠en ihre Rel¬≠e¬≠vanz an der durch¬≠schnit¬≠tlichen Anzahl der Kom¬≠mentare zu Einzel¬≠beitr√§¬≠gen ab. Ich kenne allerd¬≠ings kein einziges Blog, bei dem die Kom¬≠mentare mit dem hohen Anspruch eines Diskurs¬≠es lesenswert w√§ren. oft¬≠mals ist es eben nur Gequatsche von Leuten, die quatschen wollen. Das ist kaum aus¬≠sagekr√§ftig.

Dage¬≠gen kenne ich viele Per¬≠so¬≠n¬≠en, die dur¬≠chaus meine Artikel lesen und mich offline darauf ansprechen und offline dar√ľber reden m√∂chte, was einem Diskurs, wenn man das Wort denn ver¬≠wen¬≠den m√∂chte, viel n√§her kommt. Online w√§re es eine Entsprechung, wenn viele Blogs auf einen bes¬≠timmten Blog¬≠a¬≠r¬≠tikel diskur¬≠siv reagieren w√ľr¬≠den. Das passiert allerd¬≠ings derzeit √§u√üerst sel¬≠ten.

Und so redet man, wenn man √ľber Blogsta¬≠tis¬≠tiken redet, √ľber Sta¬≠tis¬≠tiken, deren Aus¬≠sagekraft man selb¬≠st kaum ver¬≠standen hat, mit Leuten, die es eben¬≠sowenig oder ganz anders ver¬≠ste¬≠hen. Daher rede ich viel lieber √ľber Inhalte, da wei√ü man, was man hat.

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Hat NRW eigentlich ein ernsthaftes Bildungskonzept?

lehrerdemo

Bei der CDU hat Herr Koch ja k√ľr¬≠zlich raus¬≠ge¬≠hauen, dass, wenn stark gek√ľrzt wer¬≠den soll in n√§ch¬≠ster Zeit, der Bil¬≠dungs¬≠bere¬≠ich davon nicht ver¬≠schont wer¬≠den w√ľrde. Da hier eh schon ges¬≠part wird, ist Frage ist eigentlich, wo denn noch.

Nun hat die SPD im Wahlkampf getönt, es fehlten 5000 Stellen, während die CDU meinte, man habe aber doch 5000 Lehrer neu eingestellt. Dies seien aber nur Neuanstel­lun­gen auf Grund von Lehrern, die in Rente gin­gen.

Wir wollen mal nicht unter den Tisch fall¬≠en lassen, dass es die NRW-SPD gewe¬≠sen ist, die auf die fixe Idee kam, am Ferien¬≠be¬≠ginn Lehrer mas¬≠siv zu ent¬≠lassen und zu Schul¬≠be¬≠ginn diesel¬≠ben Lehrer wieder einzustellen, um Geld zu sparen. Das w√ľrde ich ja gern mit Poli¬≠tik¬≠ern im Land¬≠tag machen. Fair¬≠ness f√ľr alle.

Aber schauen wir uns die aktuelle Lage mal am Beispiel f√ľr Grund¬≠schullehrer im Regierungs¬≠bezirk M√ľn¬≠ster an. Sie k√∂n¬≠nen auch den angren¬≠zen¬≠den Regierungs¬≠bezirk Det¬≠mold mit ins Boot nehmen, da sieht es √§hn¬≠lich aus. In bei¬≠den Bezirken wohnen ins¬≠ge¬≠samt 4,6 Mil¬≠lio¬≠nen Nor¬≠drhein-West¬≠falen. Also: 5000 ‚Äúneue‚ÄĚ Stellen, wieviele Grund¬≠schullehrer wur¬≠den wohl bei diesen Zahlen nach offiziellen Angaben im let¬≠zten Schul¬≠hal¬≠b¬≠jahr und im kom¬≠menden neu in den Regierungs¬≠bezirken M√ľn¬≠ster und Det¬≠mold eingestellt?

Null.

Nie­mand. Offen­bar kann man als Grund­schullehrer ger­ade nicht ein­mal als Vertre­tung in den Schul­be­trieb kom­men. Und wenn doch mal was frei ist, sollte man sich als Lehrer wohl je nach Lan­desregierung darauf ein­stellen, zwis­chen Anstel­lung und Hartz IV hin und her zu pen­deln.

Lei¬≠der wurde im Wahlkampf ja nicht √ľber Inhalte gesprochen. Son¬≠st h√§tte man ja erfahren k√∂n¬≠nen, ob irgen¬≠deine Partei nach den Patzern der Ver¬≠gan¬≠gen¬≠heit √ľber ein frucht¬≠bares Bil¬≠dungskonzept ver¬≠f√ľgt. Anson¬≠sten sehe ich bei Poli¬≠tik¬≠er¬≠stellen eigentlich ein gro√ües Einsparungspo¬≠ten¬≠tial.

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Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/grantneufeld/ / CC BY-NC 2.0
16. Mai 2010 · Kurz-URL · Seepost · # #
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Noch mehr Spionagefunktionen bei Facebook

Ich hab ja erst vor kurzem geschrieben, dass Face¬≠book per¬≠s√∂n¬≠liche Infor¬≠ma¬≠tio¬≠nen auf anderen Inter¬≠net¬≠seit¬≠en auf¬≠tauchen l√§sst, ohne dass man bei Face¬≠book direkt angemeldet ist. Nat√ľr¬≠lich auch ohne Infor¬≠ma¬≠tion, dass Face¬≠book so etwas tut. Es ist nur ein klein¬≠er gedanklich¬≠er Schritt, anzunehmen, dass Face¬≠book auf √§hn¬≠lichem Wege Infor¬≠ma¬≠tio¬≠nen von anderen Seit¬≠en, die ein Face¬≠book-Benutzer ansurft, ver¬≠ar¬≠beit¬≠et.

Und genau das ist mir ger¬≠ade passiert. Ich rufe einen Artikel bei Bild¬≠blog auf und wun¬≠dere mich etwas √ľber das Artike¬≠lende. Das sah so aus:

bildblogfaebook

Warum wohl ist das Face­book-Kästchen in nieder­ländis­ch­er Sprache?

Das k√∂n¬≠nte damit etwas zu tun haben, dass ich einige Minuten zuvor auf ein¬≠er nieder¬≠l√§ndis¬≠chen Inter¬≠net¬≠seite gewe¬≠sen bin. Allerd¬≠ings ist dort kein Face¬≠book-Plu¬≠g¬≠in zu find¬≠en und irgend¬≠wie ist es selt¬≠sam, dass sich auch meine Face¬≠book-Start¬≠seite ins Nieder¬≠l√§ndis¬≠che gewan¬≠delt hat. Und nat√ľr¬≠lich: Angemeldet bei Face¬≠book war ich die ganze Zeit nicht. [Btw: Was ist eigentlich die genaue Def¬≠i¬≠n¬≠i¬≠tion von Phish¬≠ing?]

Vielle¬≠icht gibt es f√ľr diese Selt¬≠samkeit eine Spitzen¬≠erk¬≠l√§rung, dass nur irgen¬≠det¬≠was im Brows¬≠er oder zwis¬≠chen den kom¬≠mu¬≠nizieren¬≠den Com¬≠put¬≠ern schief gelaufen ist und nat√ľr¬≠lich keine Infor¬≠ma¬≠tion an Face¬≠book weit¬≠er gegeben wurde. Aber wer w√ľrde sowas denn noch vol¬≠lkom¬≠men glauben? Daher bekommt Face¬≠book bei mir nun seinen eige¬≠nen kleinen Brows¬≠er, in dem nichts anderes als Face¬≠book angesurft wird. Vielle¬≠icht hil¬≠ft das ja.

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