Moin

Andreas Kunze vom Finblog macht gerade im Lawblog die Urlaubsvertretung und berichtet über die Demonstration von 500 Richtern und Staatsanwälten, die die mangelhafte Ausstattung des Staates mit Richtern und Staatsanwälten beklagen, was zu einer Schwächung des Rechts führe.
Deef hält Rück- und Ausschau auf den Axolotl-Skandal der deutschen Literaturszene. Anlass ist der ZEIT-Artikel von Helene Hegemann, in dem die Autorin barsch auf Kritiker reagiert.
Im GoogleWatchBlog wird das Übereinkommen von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und Google detailierter vorgestellt.
Weder Infratest dimap noch das ZDF sehen gerade eine chance für das Weiterregieren von schwarz-gelb in Nordrhein-Westfalen. Hannelore Kraft hat gar im direkten Vergleich mit Jürgen Rüttgers selbigen überholt.
Und während ich mir die Frage stelle: Können Richter eigentlich unparteiisch Richter-Demos zulassen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
[Foto: Luc van Gent]
NRW-CDU kurz vor der Wahl weiter in Erklärungsnöten
Vor kurzem noch hatte der neue NRW-CDU-Generalsekretär lauthals behauptet, der Wir-in-NRW-Blog sei eine reine SPD-Schmutz-Kampagne. Nun wird man wohl einem Blog, der kritikfrei Sigmar Gabriel, Bärbel Höhn und Sylvia Löhrmann bei sich bloggen lässt, eine gewisse Rot-grün-Schwäche unterstellen dürfen.
Allerdings gesteht Krautscheid heute beim Spiegel ein, dass der Wir-in-NRW-Blog eben inhaltlich nicht unrecht hat. Über die Spendenaffähre rund um eine offensichtlich täuschende “unabhängige Wählerinitiative” hatte der Wir-in-NRW-blog am 18.04. berichtet.
Heute schreibt hierzu der Spiegel:
Wie CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid nun bestätigte, war die Partei schon in einer frühen Wahlkampfphase in die Pläne zur Gründung der Initiative eingeschaltet. Nach SPIEGEL-Informationen hatte die Initiative nach der erfolgreichen Landtagswahl sogar noch ihre Akten samt Rechnungsunterlagen in der Parteizentrale abgeliefert. Daher prüft nun die Bundestagsverwaltung, ob die Verbindung zwischen Partei und Initiative so eng war, dass die Einnahmen der Gruppe als Gelder der Union zu werten sind und im Rechenschaftsbericht für das Jahr 2005 hätten auftauchen müssen. Davon gehen mittlerweile selbst enge Rüttgers-Berater aus, die nun ein Strafgeld wegen verdeckter Parteienfinanzierung erwarten.
Krautscheid begründete den Vertrag zwischen Partei und Agentur damit, dass die Rüttgers-Unterstützer ihr gesammeltes Geld “komplett für Zeitungsanzeigen und andere Aktionen, nicht für die Organisation der Kampagne” hätten verwenden wollen.
Das ist wohl das Äußerste, was man sagen darf, wenn man der eigenen Partei nicht zusätzlich schaden möchte.
Es bleibt dabei, dass die Führung der NRW-CDU die Skandale rund um die Partei nicht eingrenzen kann, und das geht vor allem auf Kosten derer, die sich ehrenamtlich für diese Partei engagieren. Von daher wäre ein großer Umbruch in dieser Partei wohl nicht das Schlechteste.
Sollte Rot-Grün die Wahl gewinnen, ist sowas sowieso zu erwarten, spannend wird es in der CDU bei einer großen Koalition. Angesichts der anhaltenden Skandale unter der Verantwortung von Jürgen Rüttgers ist eine derartige Konstellation unter ihm als Ministerpräsidenten zumindest fraglich. Spannend bleibt’s.
Moin

Schon wieder ist es nicht gelungen, dem sogenannten Filehoster Rapidshare, über den illegal Filme, Serien und Musik in verschlüsselten Teildateien zur Verfügung gestellt werden, gerichtlich beizukommen.
Gorgmorg bastelt via Google Wave an einer Kurzgeschichte und lädt alle Leser zum Mitschreiben ein. Da es mir gerade an Zeit und Melancholie mangelt, gebe ich den Stab auffordernd weiter ;-).
Jens-Olaf Walter lässt uns einen Blick in den Schulalltag seiner Tochter in Korea werfen. Einige Erziehungsmethoden dort sind noch nicht all zu aktuell.
Und während ich mir die Frage stelle: Warum erfindet die Unterhaltungsindustrie eigentlich kein Programm, mit dem Rapidshare unrechtmäßige Dateien identifizieren kann? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
[Foto: Luc van Gent]
Moin

Ulrich Horn kann kein Verständnis dafür aufbringen, dass einer Partei wie der CDU, die an Spendenskandalen nun wirklich nicht unerfahren ist, erneut passieren kann, dass man selbstverschuldet ins Kielwasser einer Spendenaffäre gerät.
Johannes Boie hat Informationen der Polizei zu dem Video, auf dem zu sehen ist, wie ein Polizist in vollem Lauf einem Demonstranten am 1. Mai gegen den Kopf tritt.
Herr Paulsen verweist auf schöne Reggae-Musik von Germaican und Frank Délle und verrät vor allen Dingen, was man dazu essen sollte.
Und während ich mir die Frage stelle: Wann habe ich eigentlich das letzte Mal Abendessen und Musik ausgesucht aufeinander abgestimmt? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
[Foto: Luc van Gent]
Moin

Norbert Bolz lässt im Interview wieder skurile Phantasien ab, nach denen das Internet kein Massenmedium ist und das Web 2.0 die Religion ersetzt. Warum nicht gleich auch das Spülmittel, das Spülen schränken Nerds doch sicher auch ein.
Wolfgang Thierse steht weiter in der Kritik wegen seiner Sitz-Blockade am 1. Mai.
Roman Polanski wendet sich über einen Blog an die Öffentlichkeit bezüglich der Möglichkeit seiner Ausweisung an die USA. Dort äußert er sich allerdings nur über sein eigenes Rechtsverständnis und das seiner Anwälte.
Stefan Niggemeier behandelt ein Kärtchen der ARD für ihre Mitarbeiter, auf dem zehn gute Gründe für den Erhalt des öffentlich-rechtlichen Senders geschrieben stehen sein sollen. Nur sucht man die vergeblich.
Und während ich mir die Frage stelle: Wenn man schon so ein albernes Kärtchen für die Rechtfertigung seines Jobs braucht, wieviele braucht man dann erst für den Rest seiner Persönlichkeit? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
[Foto: Luc van Gent]
Und noch ein Twitterroman
Die Idee, Twitter als Schreibformat für einen Roman zu verwenden ist nicht neu. In den Niederlanden ist ein derartiges Projekt schon seit längerem im Gange: Unter @tweetroman werden durch externe Twitterer immer mal wieder einzelne Sätze für eine kommende, ganze Geschichte beigesteuert. Das wird allerdings nicht unter der Aufsicht von irgendwem, sondern von Roeland Giphart erstellt, und das ist nicht irgendwer in der niederländischen Literaturszene. Der Film Phileine zegt sorry, der nach seinem Buch gedreht wurde, gehört für micht zum Aufregendsten und Komischsten, was das niederländischste Kino in diesem Jehrzehnt geboten hat:
Er ist übrigens der Typ mit dem Buch in der Hand, und meint, dass der Film einfach besser als das Buch sei. Nun ja ;-). Sein Twitter-Roman-Projekt ist also in niederländischer Sprache gehalten und man kann es unter tweetroman.nl nachlesen.
In Deutschland versuchte sich auch eine Schreiberin mit einem über Twitter nachhaltig beworbenen Blog, einen gestückelten Roman zu erstellen. Das wurde gar auf irgendeiner Konferenz vorgestellt, die mir aber gerade entfallen ist. Allerdings ist das Projekt wohl begraben worden.
Jetzt also das nächste Projekt: Unter @fluegelschlag wird stündlich ein Satz eines noch zu veröffentlichenden Romans in die Welt getwittert und der Schreiber schon als Pionier der Twitteratur gefeiert. Heraus kommt dann sowas:

Und wer sowas mag, der sollte unbedingt weiterlesen ;-).
Moin

Ein Teilbereich der katholischen Kirche gibt einer von einem Fall der sexuellen Missbrauchs betroffenen Familie Geld, wonach diese schweigt, worüber eine große Zeitung schreibt, worüber widerum ein Blogger schreibt, der von diesem Teil der katholischen Kirche zum Schweigen gebracht auf Unterlassung verklagt wird, worüber widerum ein Blogger schreibt, der von diesem Teil der katholischen Kirche auf Unterlassung verklagt wird, … Eine solche Geschichte könnte in einen schönen infiniten Regress führen und sie hat natürlich nichts mit der Geschichte von Stefan Niggemeier zu tun.
Nessy berichtet vom alten Freund ihres Vaters, der nach 45 Arbeitsjahren kurzerhand auf die Straße gesetzt worden ist. Das ist allerdings noch nicht das Ende vom Lied.
Micha Brumlik hält in der taz nach der Kritik an Aygül Özkan fest, dass der Gott im Grundgesetz nicht zwangsweise ein christlicher Gott ist.
Und während ich mir die Frage stelle: Wenn in der Bibel doch steht, dass man sich kein Bild von Gott machen solle, woher wissen die Christenvertreter allenthalben, welche Konfession er gut findet? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
[Foto: Luc van Gent]
Moin

DerWesten schreibt, dass NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers nach der Wahl sehr wahrscheinlich vor der Wahl steht, mit SPD oder FDP zu koalieren, wobei die CDU mit ihrer Schulpolitik keine Zustimmung erfahren wird. Nachdem CDU lange darauf rumgekaut hat, dass die SPD mit der Linkspartei koalieren würde, nur um an die Macht zu kommen, stellt sich da eher die Frage, was die CDU und ihr vor dem Aus bei einer Abwahl stehender Rüttgers alles tun wird, um an der Macht zu bleiben.
Anke Gröhner räumt mal so ordentlich mit ihrem eigenen Abnehmwahn auf.
In der taz beäugt man kritisch die Ausladung des dänischen Comiczeichners Kurt Westergaard aus der Sendung Markus Lanz.
Und während ich mir die Frage stelle: Wann kam eigentlich der Umschwung, dass sich die taz Sorgen um höchstspießbürgerliche Fernsehsendungen macht? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
[Foto: Luc van Gent]
Moin

Nachdem in den letzten Tagen kolportiert wurde, dass Obama meint, BP solle für den Schaden durch das ausgetretene Öl im Golf von Mexico haften, und auch BP ähnliches gemeint hat, wird nun öffentlich, dass dank eines Gesetzes aus der Zeit von Papa Bush BP nur 75 Millionen $ zahlen müsste.
Anja Röhl erhebt schwere Vörwürfe gegen ihren Vater Klaus Rainer Röhl, den Ex-Mann von Ulrike Meinhof. Daraufhin brainstormt Jutta Dittfurth etwas zu diesem Thema, was Anja Röhl sich aber verbittet.
Apple untersagt die Verbreitung einer Applikation der deutschen Band Anti Teenage Riot, weil diese zu hysterischen Anfällen führen könnte.
Und während ich mir die Frage stelle: Würde Apple heutzutage auch die Verbreitung der Musik der Beatles untersagen, wenn die noch so hysterisch wirkten wie damals? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
[Foto: Luc van Gent]
Moin

Beim Wir in NRW Blog freut man sich über Radioberichte über das Blog. Mal sehen, was die zu bieten haben ohne hitzigen Wahlkampf.
Annika Joeres berichtet bei der Frankfurter Rundschau und bei den Ruhrbaronen darüber, dass Bundestagspräsident Norbert Lammert bald womöglich in eigener Sache Untersuchungen anstellen darf: Auch seine Wählerinitiative wurde scheinbar von der CDU organisiert. Und das alles nachdem nur kurz zuvor die NRW-SPD die erste Spendenaffäre ihres Wahlkampfes erreicht hat.
Ende der Enthaltsamkeit: Was bei Laien schon ewig in Frage gestellt wird, diskutiert man nun auch an höheren Stellen ernsthaft: Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick stellt den Zölibat in Frage.
Und während ich mir die Frage stelle: Wie lange wird’s wohl dauern, bis wir den ersten katholischen Pfarrer in einer Singlebörse finden? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
[Foto: Luc van Gent]

