Guten Morgen

morgenkaffee

Auf Inter­net Law wird die Frage aufge­wor­fen, weswe­gen man sich ger­ade so stark über Google und nicht über Face­book aufregt: Schließlich wür­den dort ohne Nutzerzus­tim­mung laufend AGBs verän­dert, was rechtswidrig sei.

Johannes Boie hat in der Schaltzen­trale ein Inter­view mit WDR-Kor­re­spon­dent Rolf-Dieter Krause geführt.

Moritz Hoff­mann brüskiert es etwas, wie die gebür­tige Ham­burg­erin Aygül Özkan von der Inte­gra­tions­beauf­tragten der Bun­desregierung mit “Wer aus der Türkei kommt” gedeck­elt wird. 

Während­dessen kommt Lit­tle James nicht über das Look­ing for free­dom-Duett von Andy Borg und David Has­sel­hoff hin­weg. In den Nieder­lan­den fragt man sich, ob Linde de Mol eine Zuhäl­terin ist. Und Chris­t­ian Jaku­bertz ärg­ert es, dass im Web 2.0 ger­ade wesentlich mehr über Gad­gets als über Jour­nal­is­mus gesprochen wird.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie viele Gegen­stim­men traut sich wohl die CDU an Aygül Özkan bei der Min­is­ter­wahl zu vergeben? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

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Was ich noch sagen wollte zur… Demontage des Toleranz-Begriffes der CDU


Ich habe meinen Text zu Aygül Özkan gestern mor­gen damit begonnen, dass ich meinte, dass es mit ihr in der CDU noch sehr heit­er wer­den kön­nte. Ich hat­te gar nicht erwartet, dass sich genau diese Erwartung im Laufe des Tages noch der­art bestäti­gen sollte. Aber zwis­chen Aufk­lärung und christlich­er Tra­di­tion, zwis­chen ratio­nalen Argu­menten und Starrsin­nigkeit zer­mürbt sich da die christliche Volkspartei.
David McAl­lis­ter hat fol­gen­den Blödsinn zu Pro­tokoll gegeben:

Min­is­ter­präsi­dent Chris­t­ian Wulff, die desig­nierte Sozialmin­is­terin Aygül Özkan und ich haben deut­lich gemacht, dass das Nieder­säch­sis­che Schulge­setz nicht geän­dert wird und Kreuze an nieder­säch­sis­chen Schulen erwün­scht sind. Das Kreuz ist aus Sicht der CDU ein Sym­bol der Tol­er­anz auch gegenüber anderen Reli­gio­nen. Die über das Woch­enende ent­stande­nen Irri­ta­tio­nen und Missver­ständ­nisse sind damit ausgeräumt.

Da hat aber jemand ordentlich Muf­fen­sausen vor ein­er Wäh­ler­a­b­schreck­ung. Anders ist dieser Unfug, nach dem eine Mus­lim­in einge­se­hen hat, dass sie sich christliche Kreuze an nieder­säch­sis­chen Schulen erwün­sche, nicht zu ver­ste­hen. Soweit musste sie wohl vor­sicht­shal­ber zurück­rud­ern, um für diese Partei Min­is­terin wer­den zu können.
Aber dieser Aus­druck von Intol­er­anz, gegeben dadurch, dass man die desig­nierte mus­lim­is­che Min­is­terin in kürzester Zeit von ein­er Hal­tung, die durch das Bun­desver­fas­sungs­gericht und vernün­ftiges, aufgek­lärtes Nach­denken gestützt ist, zur Behaup­tung des Gegen­teils bewegt, wird gott­sei­dank gle­ich im näch­sten Satz persifliert:
Das — widerum — durch Intol­er­anz gegenüber anderen Reli­gio­nen seinen Platz in staatlichen Gebäu­den zugewiesene Sym­bol sei für sich genom­men ein Sym­bol der Tol­er­anz gegenüber anderen Reli­gio­nen. SCHNÖFF — TÄ TÄÄÄÄÄÄÄÄÄ!

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