Guten Morgen

morgenkaffee

Spür­bar ruhiger gewor­den ist es auf dem CDU-kri­tis­chen Wir-in-NRW-Blog. Heute befasst man sich boule­vardesk und somit eher unge­fährlich mit den Rauch­genuss­geschicht­en des CDU-Beraters Michael Spreng.

Felix Schwen­zel nimmt aus­führlich einen Artikel von Frank Pat­a­long auseinan­der und meint,

wer leser beschuldigt an der mis­ere des qual­ität­sjour­nal­is­mus schuld zu sein, hat unge­fähr gar nichts ver­standen (oder mag nicht zugeben, dass er selb­st auf dem schlauch ste­ht). ich kenne auch keine lösung. aber von einem bin ich fest überzeugt: geld ver­di­enen im inter­net geht nicht gegen die leser, son­dern nur mit ihnen. und ich bin der fes­ten überzeu­gung, dass leser bere­it sind sich finanziell zu beteili­gen, wenn man sie ern­st­nimmt, offen, ehrlich und trans­par­ent erk­lärt für was man geld braucht — und es ihnen leicht macht geld oder aufmerk­samkeit zu geben.

Julias Seel­iger berichtet in mehreren Blog­a­r­tikeln über das Polit­bar­camp, wo man sich wohl sehr wichtig nahm. Herz­er­wär­mend sind dabei allerd­ings Sätze wie:

Die Über­tra­gung des radikalen Indi­vid­u­al­is­mus bzw. die völ­lige Auflö­sung von Grup­pen auf Demokratie bere­it­et mir noch mehr Sor­gen.

Und während ich mir die Frage stelle: Sind wir nicht alle ein biss­chen Weltschmerz? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

  1. Und, lieber Troll, warum find­est du den Satz witzig?
    Deine Kri­tik ist n biss­chen dünn, finde ich.

  2. Carsten sagt:

    Von witzig hab ich nichts gesagt und Troll finde ich genau­so daneben. Die Begriffsver­wen­dung radikaler Indi­vid­u­al­is­mus wird im betr­e­f­fend­en Blog­a­r­tikel ein­fach nicht erk­lärt, sie ist für sich genom­men und kon­textab­hägig unver­ständlich, und somit ist auch unver­ständlich, worum sich in Angesicht dieses Begriffs bezo­gen auf Demokratie gesorgt wird.

  3. 12monkey sagt:

    Carsten “radikaler Indi­vid­u­al­is­mus” ist nicht Kon­text abhängig. (Indi­vid­u­al­is­mus soll­test du auch ohne Satz ver­ste­hen und radikal kannste dir denken) Alles andere ist erk­lärt im Neben­satz. Außer­dem ist der Begriff schon lange seit fast 30 Jahren im wis­senschaftlichen Diskurs geläu­fig. Die Auflö­sung von Iden­titäten von/aus Grup­pen hin zu ein­er Ich Bezo­gen­heit. Für ein repräsen­ta­tive Ver­wal­tungssys­tem ist das entschei­dend. Denn ohne Bezug auf Grup­pen kannst du nicht Repräsen­tieren, weil eine einzelne Per­son zu Repräsen­tieren ist sinn­los…

  4. Carsten sagt:

    Ich finde es gut, dass du das vertei­digst, aber mein Ver­ständ­nis bleibt da doch das­selbe. Ich habe nicht behauptet, dass hier Worte neu erfun­den wür­den. Ich habe nur gemeint, dass diese Begriffsver­wen­dung zu unge­nau für ein all­ge­meines Ver­ständ­nis ist.
    Was ist denn nun mit “radikaler Indi­vid­u­al­is­mus” gemeint, was nicht schon in “Indi­vid­u­al­is­mus” steckt? Ich weiss auch nicht, was eine “Auflö­sung von Iden­titäten aus Grup­pen zu ein­er Ich Bezo­gen­heit” bedeutet. Zudem glaube ich dur­chaus, dass man etwas repräsen­tieren kann ohne Bezug auf Grup­pen, näm­lich schlicht sich selb­st als Men­sch.

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