NRW-CDU stellt Strafanzeige gegen unbekannt

Wer in let­zter Zeit, wie in diesem Blog, etwas Poli­tis­ches behan­deln wollte, der kam um die kleinen SkandĂ€lchen der NRW-CDU ein­fach nicht herum. Das Ver­wun­der­liche war eigentlich, dass immer wieder welche auf­taucht­en. In let­zter Zeit ging das ver­stĂ€rkt ĂŒber den Blog Wir-in-NRW-Blog, so dass ich mich in diesem Blog noch fragte, ob eine der­ar­tige Berichter­stat­tung noch parteilich aus­ge­wogen sei. Aber die Skan­dale waren ja nun ein­mal da, und sie waren doch öffentlichkeitswirk­samer als das, was von anderen Parteien kam.
Eine andere Frage, die sich mir stellte, auch wenn ich sie hier nicht nĂ€her behan­delt habe, war allerd­ings, wie es wohl dazu kam, dass der oben genan­nte Blog immer wieder mit CDU-inter­nen Schreiben aufwarten kon­nte. Dieselbe Frage hat wohl die NRW-CDU beschĂ€ftigt, weswe­gen sie jet­zt Strafanzeige gegen unbekan­nt gestellt hat. Man hat bei der CDU also keine Ahnung, wer da was nach außen gibt, so dass man diese Anzeige loslĂ€sst, von der nicht zu erwarten ist, dass sie den Schuldigen aus­machen wird. Aber angesichts dieses Trends, dass immer wieder The­men in den Medi­en auf­tauchen, die am Image der CDU erfol­gre­ich kratzen, war dies wohl ein kon­se­quenter Schritt.
Nur muss man sich bei der NRW-CDU sehr frus­tri­ert vorkom­men. Im Bun­destagswahlkampf war schon offen­sichtlich, dass die CDU wenig im Inter­net zu bieten hat­te und ihre paar Film­chen auf Youtube sind von der Öff­fentlichkeit eher ignori­ert wor­den. Oder erin­nert sich noch jemand an den Wahlwerbespot mit Chaly M. Huber? Viel Aufwand fĂŒr wenig sichtliche Ergeb­nisse.
Schaut man sich den inzwis­chen ren­ovierten CDU-Kanal bei Youtube an, so kommt man nicht umher, festzustellen, dass dort was gemacht wurde. Hier erscheint zunĂ€chst das Video vom Poli­tis­chen Aascher­mittwoch mit stark grafis­ch­er Auf­machung. Und als erstes lese ich da ‘Bild’ und ‘Rheinis­che Post’. Schön, dass sich die CDU nicht scheut, Klis­chees zu bedi­enen. Also, man macht hier was Neues, man hat aber kaum Pub­likum. Es ist wohl ein­fach so, dass das Sich-Freis­chwim­men der CDU im Inter­net ein­fach lĂ€nger dauert, als man das wohl bei der CDU erwartet hat­te. Den­noch ist es nicht falsch, sich in das kalte Nass zu begeben. Irgend­wo muss man ja anfan­gen.
Aktu­al­isierung
Mit dem durch den neuen NRW-CDU-Gen­er­alsekretĂ€r Krautscheid geĂ€ußerten Satz, ein im FAZ-ARtikel unge­nan­nter Blog­ger dro­he mit weit­eren EnthĂŒl­lun­gen und

Allein in den kom­menden zwei Wochen ste­hen dem Mann einige miese Über­raschun­gen bevor, vor denen ich jet­zt schon Angst hĂ€tte, wenn ich er wĂ€re.

fĂŒhlt sich David Schraven von den Ruhrbaro­nen ange­sprochen und reagiert verĂ€rg­ert. Dass die NRW-CDU Angst vor kom­menden EnthĂŒl­lun­gen haben sollte, sehe ich allerd­ings Ă€hn­lich: Von solchen EnthĂŒl­lun­gen gab es bish­er schlicht viel zu viele ĂŒber die CDU fĂŒr einen Land­tagswahlkampf.

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