Über das Aussitzen von Problemen


Eine gewisse Zwiespäl­it­gkeit ist in der deutschen Bevölkerung schon zu spüren: Man mag die Käß­mann, hon­ori­ert ihr couragiertes Auftreten, find­et einen Rück­tritt nach diesem Faux pas aber auch angemessen. Das scheint sich nicht nicht zu ver­tra­gen. Beson­ders ist wohl auch noch, wie schnell Käß­mann zurück­ge­treten ist. Sowas würde Män­ner, ins­be­sodere Poli­tik­er nicht ein­fall­en. Für die stellt sich da die Frage: Kann ich das Prob­lem lösen oder kann ich es aus­sitzen wie der Dicke damals?
Heute z.B. greift die Frank­furter Rund­schau die Geschichte um den falschen Dok­tor­grad von Dieter Jasper auf:

Jasper übri­gens erweckt öffentlich den Ein­druck, er sei von jen­er Freien Uni­ver­sität Teufen getäuscht wor­den, obwohl die als solche in der Schweiz nicht anerkan­nt ist und wed­er über Mitar­beit­er noch über eine eigene Inter­net­seite ver­fügt. Anson­sten schweigt er und lässt, schon nach einem Viertel­jahr, seine Bun­destags-Home­page über­ar­beit­en. An Man­datsverzicht denkt der Ex-Dok­tor nicht. “Für ihn”, lässt sein Büro aus­richt­en, “ist alles gesagt.”

So sitzt man ein Prob­lem aus. Denn, dass alles gesagt sei, sehen die Wäh­ler bei abgeordnetenwatch.de irgend­wie anders.

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