Der Extremismusbegriff der Bundesfamilienministerin

Patrick Gens¬≠ing wirft Bun¬≠des¬≠fam¬≠i¬≠lien¬≠min¬≠is¬≠terin K√∂h¬≠ler die mutwillige Vere¬≠in¬≠fachung des Begriffs ‚ÄúExtrem¬≠is¬≠mus‚ÄĚ vor. K√∂h¬≠ler hat¬≠te anfangs gemeint, sie wolle die Gelder gegen den Recht¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠mus zugun¬≠sten von Pro¬≠gram¬≠men gegen ange¬≠blichen Link¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠mus k√ľrzen. Davon ist sie abge¬≠gan¬≠gen, nun aber will ihr Min¬≠is¬≠teri¬≠um 2 Mil¬≠lio¬≠nen Euro f√ľr Pro¬≠gramme gegen Link¬≠sex¬≠trem¬≠is¬≠mus und islamis¬≠chen Extrem¬≠is¬≠mus aufle¬≠gen. Gens¬≠ing kri¬≠tisiert vehe¬≠ment die Vere¬≠in¬≠heitlichung dieser Dinge unter dem Begriff ‚ÄúExtrem¬≠is¬≠mus‚ÄĚ.
Wenn diese Sachver­halte unter einem gle­ich­machen­den Extrem­is­mus­be­griff gefasst wer­den, so Gens­ing,

wer¬≠den ver¬≠meintliche Gemein¬≠samkeit¬≠en √ľber¬≠be¬≠tont, offen¬≠sichtliche Unter¬≠schiede aber ver¬≠nach¬≠l√§s¬≠sigt. Dass linksradikale Szenen beispiel¬≠sweise auss¬≠chlie√ülich in Gro√üst√§dten zu find¬≠en sind, recht¬≠sex¬≠treme Szenen jedoch eher im l√§ndlichen Raum agieren, ist nur ein gro√üer Unter¬≠schied, der durch eine Gle¬≠ich¬≠set¬≠zung, bzw. Zusam¬≠men¬≠fas¬≠sung der ‚ÄúExtrem¬≠is¬≠men‚ÄĚ ver¬≠wis¬≠cht wird.

Gens­ing sieht durch die Dar­legung des Bun­des­fam­i­lien­min­is­teri­ums, die der Extrem­is­mus­the­o­rie gle­ichkommt, eine Gefahr:

Die Extrem¬≠is¬≠mus¬≠the¬≠o¬≠rie ori¬≠en¬≠tiert sich auss¬≠chlie√ülich an der FDGO (Frei¬≠heitlich Demokratis¬≠chen Grun¬≠dor¬≠dung). Wer tat¬≠s√§ch¬≠lich oder ange¬≠blich gegen diese agiert, wird zum Extrem¬≠is¬≠ten erk¬≠l√§rt. Die Moti¬≠va¬≠tion wird aus¬≠geklam¬≠mert ‚Äď und somit auch s√§mtliche Inhalte. So k√∂n¬≠nen beispiel¬≠sweise Men¬≠schen, die sich gegen die Abschiebeprax¬≠is in Deutsch¬≠land und f√ľr das Bleiberecht von Fl√ľchtlin¬≠gen ein¬≠set¬≠zen, schnell zu Fein¬≠den der FDGO erk¬≠l√§rt wer¬≠den ‚Äď obwohl sich diese Per¬≠so¬≠n¬≠en F√úR Men¬≠schen¬≠rechte ein¬≠set¬≠zen.

Den Nutzen ein­er solchen Begriffsvere­in­heitlichung sieht Gens­ing hierin:

Diese Vere­in­fachung ist aber von den Ver­fechtern der Extrem­is­mus­the­o­rie offen­bar gewollt, denn so lassen sich ele­gant zwei Fliegen mit ein­er Klappe schla­gen. Denn Kri­tik­er und Geg­n­er der beste­hen­den Ver­hält­nisse kön­nen bequem zu Extrem­is­ten gemacht wer­den, eine inhaltliche Auseinan­der­set­zung ist dann nicht mehr nötig.

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