Das BKA nimmt Stellung gegen Bundesregierung


Es scheint schon so ein klein¬≠er Trend zu wer¬≠den, dass Fach¬≠leute in Bezug auf die Aus¬≠f√ľhrun¬≠gen der CDU-Spitzen diesen immer wider¬≠sprechen.
Inner­halb kurz­er Zeit hat sich das BKA nun sowohl gegen Vorhaben von Bun­des­fam­i­lien­min­is­terin Köh­ler als auch von Bun­desin­nen­min­is­ter de Maiz­ière aus­ge­sprochen.
Man kann nur hof¬≠fen, dass irgend¬≠wann auch bei der CDU mal wieder Leute an die entschei¬≠den¬≠den Posi¬≠tio¬≠nen kom¬≠men, die in der Lage sind, die Auswirkun¬≠gen ihrer Poli¬≠tik kom¬≠pe¬≠tent genug zu √ľber¬≠schauen.

02. Januar 2010 · Kurz-URL · Seepost · #
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Deutsch ‚Äď FDP, FDP ‚Äď Deutsch


Seit je her hat man in der FDP alles Frei¬≠heit genan¬≠nt, was man gut fand. Das war so sim¬≠pel wie bescheuert. Bei so ein¬≠er Heute-dies-mor¬≠gen-das-Begriffsver¬≠wen¬≠dung kommt dann so ein Geschwurbel her¬≠aus wie der Glaube, dass B√ľrokratisierung ein¬≠er der gr√∂√üten Gef√§hrder der Frei¬≠heit sei. Ich glaube, dass Bl√∂d¬≠heit der gr√∂√üte Gef√§hrder der Frei¬≠heit ist. Wom¬≠it wir wieder bei der FDP w√§ren.
Fassen wir doch mal ganz kurz zusam­men, wie sich die FDP ger­ade bun­de­spoli­tisch die Zukun­ft vorstellt:
J√ľr¬≠gen Trit¬≠tin hat im Okto¬≠ber gemut¬≠ma√üt, die Bun¬≠desregierung plane eine Steuer¬≠ent¬≠las¬≠tung der Besserver¬≠di¬≠enen¬≠den durch Sozial¬≠ab¬≠bau. Im Jan¬≠u¬≠ar 2010 kommt die FDP damit raus, man wolle Steuersenkun¬≠gen f√ľr Reiche durch K√ľrzun¬≠gen bei Fam¬≠i¬≠lien und Arbeit¬≠slosen finanzieren. Dieser Satz ist insofern richtig, als das Steuer¬≠ent¬≠las¬≠tun¬≠gen den Reichen, den Besserver¬≠di¬≠enen¬≠den oder, wie die FDP sie auch gerne nen¬≠nt, den Leis¬≠tungstr√§gern zugute kommt. F√ľr die FDP ist ja die unter¬≠bezahlte Altenpflegerin, die am Woch¬≠enende jam¬≠mern¬≠den Alten die Nacht¬≠t√∂pfe ausleert, keine Leis¬≠tungstr√§gerin. Hem¬≠mungs¬≠los √ľber¬≠bezahlte Man¬≠ag¬≠er, das sind FDP-Leis¬≠tungstr√§ger.
Kom¬≠men wir zur n√§ch¬≠sten sprach¬≠lichen Fein¬≠heit: Die FDP ist f√ľr eine Mehrw¬≠ert¬≠s¬≠teuersenkung f√ľr Hotels. Da geht es kleinen Hotels wie kleinen Altenpflegerin¬≠nen: Die haben da wenig von. Aber gro√üe Hotelket¬≠ten, f√ľr die rech¬≠net sich das ordentlich. Nun darf man nicht sagen, die FDP sei in diesem Punk¬≠te lob¬≠by¬≠is¬≠tisch, denn dann k√∂n¬≠nte man ja fast auch sagen, sie sei kor¬≠rupt. Und das klingt nicht ger¬≠ade frei. Aber selb¬≠st in der CDU kann man diese poli¬≠tis¬≠che Hal¬≠tung nicht sch√∂n¬≠er reden als ‚Äúreine Klien¬≠telpoli¬≠tik‚ÄĚ.
So, und jet­zt die Her­aus­forderung:
Lieber Leser, ver¬≠suche mit dem oben Gesagten im Hin¬≠terkopf das fol¬≠gende Zitat von Sabine Leutheuss¬≠er-Schnar¬≠ren¬≠berg¬≠er √ľber ihre FDP m√∂glichst unir¬≠ri¬≠tiert durchzule¬≠sen:

Wir sind nicht die Partei der Besserver¬≠di¬≠enen¬≠den und waren es auch nie. Es ist doch ein urlib¬≠erales Ziel, sich f√ľr soziale Gerechtigkeit und die Chan¬≠cen des Einzel¬≠nen einzuset¬≠zen. W√§hrend sich Ver¬≠m√∂¬≠gende und Ger¬≠ingver¬≠di¬≠ener √ľber Steuer¬≠erle¬≠ichterun¬≠gen freuen kon¬≠nten, kamen f√ľr die gro√üe Mehrheit immer neue Las¬≠ten dazu. Dage¬≠gen etwas unternehmen zu wollen, kann doch nicht ern¬≠sthaft als Engage¬≠ment f√ľr ein paar Besserver¬≠di¬≠enende abge¬≠tan wer¬≠den.

Wenn nun aber das Engage¬≠ment f√ľr die gro√üe Mehrheit seit¬≠ens der FDP nur zur Verbesserung der finanziellen Lage der Besserver¬≠di¬≠enen¬≠den f√ľhrt, dann muss man die FDP-Poli¬≠tik mit den Worten Thomas de Maiz¬≠i√®res wohl als ‚Äúein wenig gaga‚ÄĚ beschreiben.
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Die ZEIT: Nack¬≠tscan¬≠ner ‚ÄĒ Men¬≠schen, seid w√ľrdig!

03. Januar 2010 · Kurz-URL · Seepost · #
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J√ľrgen R√ľttgers mobilisiert zum NRW-Wahlkampf


Auf dem Blog Wir-in-NRW.de wurde der gestern rumgeschick¬≠te Brief von J√ľr¬≠gen R√ľttgers ver√∂f¬≠fentlicht, mit der er die NRW-CDU-Basis mobil¬≠isieren m√∂chte. Und dem geneigten W√§h¬≠ler gibt dies die M√∂glichkeit, sich auf das gefasst zu machen, wom¬≠it die CDU in kom¬≠mender Zeit punk¬≠ten will: Der pauschalen Verurteilung der Linkspartei. Die Linkspartei wolle
a) den Ver­fas­sungss­chutz auflösen, b) Dro­gen freigeben, c) Gym­nasien, Realschulen, Hauptschulen auflösen, d) Reli­gion­sun­ter­richt abschaf­fen, e) Unternehmen ver­staatlichen und f) Haus­be­sitzer enteignen.
Zu a) den Ver¬≠fas¬≠sungss¬≠chutz aufl√∂sen Die Linke will in der Tat ohne den Ver¬≠fas¬≠sungss¬≠chutz auskom¬≠men, was f√ľr sie bedeutet, dass keine B√ľrg¬≠erbe¬≠spitzelung stat¬≠tfind¬≠et. Man plant damit aber wohl erst f√ľr das Jahr 2080.
Zu b) Dro¬≠gen freigeben Dro¬≠gen wie Alko¬≠hol und Zigaret¬≠ten sind ja schon frei gegeben. Pr√§ven¬≠tiv m√∂chte die Linkspartei f√ľr eine staatliche Reg¬≠ulierung des Cannabis¬≠mark¬≠tes, unter Gew√§hrleis¬≠tung des Jugend¬≠schutzes, nach dem Vor¬≠bild der Nieder¬≠lande, ein¬≠treten.
zu c) Gym¬≠nasien, Realschulen, Hauptschulen aufl√∂sen Es ist schon selt¬≠sam, dass R√ľttgers der SPD vor¬≠wirft, mit ein¬≠er Partei zusam¬≠men arbeit¬≠en zu wollen, die das dreistu¬≠fige bish¬≠erige Schul¬≠sys¬≠tem abschaf¬≠fen m√∂chte. Das will die SPD schliesslich zugun¬≠sten ein¬≠er inte¬≠gri¬≠erten Gesamtschule selb¬≠st auch.
zu d) Reli¬≠gion¬≠sun¬≠ter¬≠richt abschaf¬≠fen Wer das NRW-Wahl¬≠pro¬≠gramm der Linken sich ein¬≠mal anschaut, der find¬≠et dort, die Linkspartei sei: f√ľr die Ein¬≠f√ľhrung eines gemein¬≠samen Ethikun¬≠ter¬≠richts als Pflicht¬≠fach. Unter¬≠richt in den ver¬≠schiede¬≠nen Reli¬≠gio¬≠nen wird nach M√∂glichkeit ange¬≠boten, ist jedoch frei¬≠willig. Es ist in der Tat merk¬≠w√ľrdig, wie man ern¬≠sthaft von ein¬≠er Tren¬≠nung von Kirche und Staat sprechen m√∂chte, wenn der Staat Sch√ľler zu Reli¬≠gion¬≠sun¬≠ter¬≠richt in der jet¬≠zi¬≠gen Form verpflichtet.
zu e) Unternehmen ver¬≠staatlichen Das will die Linkspartei zwar, aber auch nicht pauschal alle, nur diejeni¬≠gen, die zen¬≠traler Bere¬≠iche √∂ffentlich¬≠er Ver¬≠sorgung betr¬≠e¬≠f¬≠fen, was f√ľr die Linkspartei nur Eon und RWE sind.
zu f) Haus¬≠be¬≠sitzer enteignen Das ist etwas pauschal aus¬≠ge¬≠dr√ľckt, schlie√ülich sollen nicht alle Haus¬≠be¬≠sitzer enteignet wer¬≠den. Allerd¬≠ings meint die Linkspartei: Ohne eine soziale Wohn¬≠raumver¬≠sorgung als Teil ein¬≠er sol¬≠i¬≠darischen Stad¬≠ten¬≠twick¬≠lung wer¬≠den gro√üe Teile der Bev√∂lkerung von der Gesellschaft aus¬≠geschlossen. Deshalb ist eine √∂ffentliche und soziale Woh¬≠nungspoli¬≠tik eine unverzicht¬≠bare Pflicht und Ker¬≠nauf¬≠gabe des Staates. und fordert Die Wiedere¬≠in¬≠f√ľhrung ein¬≠er m√∂glichst fl√§chen¬≠deck¬≠enden Zweck¬≠ent¬≠frem¬≠dungsverord¬≠nung. Eine neue K√ľndi¬≠gungssper¬≠rfristverord¬≠nung sollte nicht nur in Gebi¬≠eten mit erh√∂htem Wohnbe¬≠darf son¬≠dern auch in Gebi¬≠eten mit stark¬≠er Umstruk¬≠turierung der Eigen¬≠tumsver¬≠h√§lt¬≠nisse gel¬≠ten.
Nun soll dieser Text nicht Wer¬≠bung machen f√ľr die Linkspartei, was ohne¬≠hin bei so vie¬≠len stre¬≠it¬≠baren Posi¬≠tio¬≠nen unge¬≠mein schwierig ist, son¬≠dern nur auf die Parolen des NRW-Lan¬≠des¬≠vaters aufmerk¬≠sam machen. Und die sind nun mal stark polemisch und kaschieren, wie z. B. bei der Kon¬≠tro¬≠verse um den Reli¬≠gion¬≠sun¬≠ter¬≠richt und das Scheit¬≠ern der Hauptschule, den Man¬≠gel an eige¬≠nen Posi¬≠tio¬≠nen.

06. Januar 2010 · Kurz-URL · Seepost · # #
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Die geistig-politische Wende als Wiedereinf√ľhrung des Standesd√ľnkels


Rechtzeit­ig zum Neustart der Regierung aus CDU, CSU und FDP lan­det diese einen Tief­schlag nach dem anderen. Während die CDU ori­en­tierungs­los ver­sucht, den Gesamtschaden ger­ing zu hal­ten, kämpft die CSU um ihr ram­poniertes Image und die FDP gefällt sich als Oppor­tunis­mus­partei:
Nach¬≠dem sich die FDP im Wahlkampf noch als Partei der Steuerg¬≠erechtigkeit und B√ľrg¬≠er¬≠rechte aufge¬≠spielt hat, ver¬≠schleud¬≠ert sie diese bei¬≠den Dinge ger¬≠ade zum Spottpreis:
The­ma Nack­tscan­ner: Bun­desmin­is­terin Sabine Leutheuss­er-Schnar­ren­berg­er find­et Nack­tscan­ner auch akzept­abel, sofern tat­säch­lich ein Gewinn an Sicher­heit ver­bun­den und der Schutz der Intim­sphäre strikt gewährleis­tet werde. Diese Mach­barkeit ein­er der­ar­ti­gen strik­ten Gewährleis­tung stellt der Bun­des­daten­schutzbeauf­tragte Peter Schaar gän­zlich in Frage:

K√∂n¬≠nen die neuen Scan¬≠ner tat¬≠s√§ch¬≠lich unter¬≠schei¬≠den zwis¬≠chen ein¬≠er Bein¬≠prothese und einem am Unter¬≠schenkel ange¬≠bracht¬≠en Gegen¬≠stand? M√ľssen Bru¬≠stam¬≠putierte damit rech¬≠nen, dass ihr Implan¬≠tat offen¬≠bar wird? Wie sieht es mit Trans¬≠sex¬≠uellen aus, deren √§u√üeres Erschei¬≠n¬≠ungs¬≠bild und die prim√§ren Geschlechtsmerk¬≠male nicht √ľbere¬≠in¬≠stim¬≠men? Kann der Scan¬≠ner wirk¬≠lich unter¬≠schei¬≠den zwis¬≠chen einem Sprengstoff¬≠p√§ckchen und einem k√ľn¬≠stlichen Dar¬≠maus¬≠gang? Und was zeigt der Scan¬≠ner an, wenn Men¬≠schen, die an Inkon¬≠ti¬≠nenz lei¬≠den, eine Windel tra¬≠gen (das sind allein in Deutsch¬≠land sch√§tzungsweise an die 10 Mil¬≠lio¬≠nen Betrof¬≠fene)?

The¬≠ma Steuerg¬≠erechtigkeit: Unter dem von der FDP f√ľr unkri¬≠tisier¬≠bar gehal¬≠te¬≠nen Ausspruch ‚ÄúWach¬≠s¬≠tum schafft Arbeit‚ÄĚ geben sich bei der FDP die Wirtschaft¬≠slob¬≠by¬≠is¬≠ten der¬≠art die Klinke in die Hand, dass von einem W√§h¬≠ler¬≠auf¬≠trag nicht ern¬≠sthaft noch eine Rede sein kann. Dabei wird der Begriff ‚ÄúWach¬≠s¬≠tum‚ÄĚ als L√∂sung aller wirtschaftlichen Prob¬≠leme z.b. von Mein¬≠hard Miegel (CDU) stark in Frage gestellt:

Mit¬≠tler¬≠weile haben wir einen materiellen Lebens¬≠stan¬≠dard erre¬≠icht, der soviel h√∂her ist als der Lebens¬≠stan¬≠dard der √ľbri¬≠gen Men¬≠schheit, dass es nicht mehr sin¬≠nvoll sein kann, weit¬≠er in diese Rich¬≠tung zu marschieren. Und abge¬≠se¬≠hen davon ist es gar nicht mehr m√∂glich, diese Art von materiellem Wach¬≠s¬≠tum immer weit¬≠er zu treiben. Die nat√ľr¬≠lichen Ressourcen fall¬≠en aus. Die Energie f√§llt aus. Die Umwelt¬≠be¬≠las¬≠tung nimmt zu. Wir m√ľssen also Abschied nehmen von dem urspr√ľnglich mal sin¬≠nvollen, aber mit¬≠tler¬≠weile √ľber¬≠holten Konzept.

Die geistig-poli¬≠tis¬≠che Wende der FDP, sie ist nicht mehr als die Wiedere¬≠in¬≠f√ľhrung des alten Standes¬≠d√ľnkels. Ein Relikt ein¬≠er Zeit, die man schon f√ľr √ľber¬≠wun¬≠den hielt. Aber wer sagt, das Wen¬≠den immer pos¬≠i¬≠tiv sein m√ľssen. Dabei w√§re eine sozial-energiepoli¬≠tis¬≠che Wende derzeit doch so begr√ľ√üenswert.

Aktu­al­isierung
Als ob es noch eines weit­eren Nach­weis­es bedurft hätte: Der FDP-Gesund­heitsmin­is­ter lässt Reform von Lob­by­is­ten erar­beit­en.
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Volk¬≠er Pis¬≠pers √ľber das Wach¬≠s¬≠tums¬≠dog¬≠ma:

WDR 2 Klar­text: Die FDP gegen den Rest der Welt
[flash]http://medien.wdr.de/m/1262972228/radio/klartext/wdr2_klartext_20100108_1834.mp3[/flash]
Die ZEIT: Die Bun­desregierung ruiniert die Bun­des­bank
Sci¬≠ence¬≠Blogs: Das Sol¬≠i¬≠dar¬≠it√§tss¬≠chreiben f√ľr IQWiG-Chef Saw¬≠ic¬≠ki
SPIEGEL Online: √Ąrzte machen sich f√ľr kri¬≠tis¬≠chen Arzneimit¬≠tel¬≠pr√ľfer stark
S√ľd¬≠deutsche Zeitung: CSU und FDP ‚ÄĒ Neu¬≠ro¬≠tis¬≠ches Ver¬≠h√§lt¬≠nis

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Rummenigges Gedicht

Anette Pfeif¬≠fer-Kl√§r¬≠le (und g√§b es diesen Namen nicht schon, man h√§tte ihn erfind¬≠en m√ľssen) ist darauf aufmerk¬≠sam gemacht wor¬≠den, dass Karl-Heinz Rum¬≠menigge ein soge¬≠nan¬≠ntes Gedicht von ihr abge¬≠wan¬≠delt auf der Jahre¬≠shauptver¬≠samm¬≠lung von Bay¬≠ern M√ľnchen vor¬≠ge¬≠tra¬≠gen hat und l√§sst ihn nun wegen unrecht¬≠m√§√üiger Ver¬≠wen¬≠dung verk¬≠la¬≠gen. Au√üer¬≠dem hat sie √ľber Rum¬≠menigge auch schon wieder gereimt.

Was f√ľr Ausspr√ľche man wie ver¬≠wen¬≠den kann, das ist etwas, was ich mich auch schon gefragt habe, schlie√ülich ver¬≠wende ich hier dauernd fremde Tweets in eige¬≠nen Beitr√§¬≠gen. Zwar gibt man irgend¬≠wie in den AGBs von Twit¬≠ter seine Tweets frei, doch ob das rechtlich in Deutsch¬≠land rel¬≠e¬≠vant ist, w√ľrde ich mal bezweifeln.
Daher holte ich mir mal Rat und da sagte man mir, dass es doch sehr fraglich wäre, ob die Schöp­fung­shöhe dieser Tweets, die ich ver­wende so hoch ist, dass sie als Kun­st eingestuft wer­den kön­nten. Anson­sten wären meine Beiträge ja immer noch als eigene Kun­stschöp­fung zu sehen, die doch min­destens eine eben­so hohe Höhe hät­ten.
Das Gericht, das m√∂glicher¬≠weise √ľber Rum¬≠menigges Gedicht urteilen darf, bek√§me also die sch√∂ne Chance, den in Rede ste¬≠hen¬≠den Reimen die Sch√∂¬≠fung¬≠sh√∂he eines ern¬≠sthaften Kun¬≠st¬≠ge¬≠gen¬≠standes abzus¬≠prechen. Das w√§re doch mal was!
Bis zur endg√ľlti¬≠gen Kl√§rung tr√∂ste ich mich dann mit Rainald Grebe: ‚ÄúHat die deutsche Sprache so etwas ver¬≠di¬≠ent?‚ÄĚ

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Klaus J. Behrendt √ľber Ibbenb√ľren

Die Er√∂ff¬≠nung der Ruhr.2010 hat Klaus J. Behrendt genutzt, ein¬≠mal mehr Ibben¬≠b√ľren zu erw√§h¬≠nen, was uns nat√ľr¬≠lich freut, auch wenn Ibben¬≠b√ľren nicht ganz zum Ruhrge¬≠bi¬≠et geh√∂rt. Im Inter¬≠view mit Der¬≠West¬≠en sagt er:

Klaus J. Behrendt: Ich bin auf dem Land aufgewach¬≠sen, und das Motor¬≠rad stand f√ľr Flex¬≠i¬≠bil¬≠it√§t. Wir sind abends von Ibben¬≠b√ľren aus nach Osnabr√ľck gefahren‚Ķ

Diet¬≠mar B√§r: ‚Ķnicht nach M√ľn¬≠ster in die Stu¬≠den¬≠ten¬≠stadt?

Klaus J. Behrendt: Nee, Osnabr√ľck war n√§her. Wir haben uns verabre¬≠det, zu viert oder f√ľn¬≠ft, ein¬≠er musste fahren, die anderen haben getrunk¬≠en oder gek¬≠ifft.

Das hat er dann, bes­timmt ohne die Anek­dote, was die anderen in Osna so gemacht haben, im ZDF wieder­holt:

Klaus J. Behrendt: Ich bin in Hamm geboren, aber die Stadt habe ich kaum ken¬≠nen¬≠gel¬≠ernt. Mein Vater war Kinder¬≠arzt und hat¬≠te, als ich noch klein war, die Chance, die Kinder¬≠sta¬≠tion im Kranken¬≠haus in Ibben¬≠b√ľren zu leit¬≠en. Klar, die Land¬≠schaft mit ihren H√ľgeln und Bauern¬≠schaften ist schon ver¬≠traut. Aber mein Lebens¬≠mit¬≠telpunkt ist Berlin, und ich lebe da gern.

Dur¬≠chaus ver¬≠st√§ndlich. Berlin ist ja auch bekan¬≠nt als zweitsch√∂n¬≠ste Stadt Deutsch¬≠lands nach Ibben¬≠b√ľren.

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Klaus J. Behrendt √ľber Ibbenb√ľren

Die Er√∂ff¬≠nung der Ruhr.2010 hat Klaus J. Behrendt genutzt, ein¬≠mal mehr Ibben¬≠b√ľren zu erw√§h¬≠nen, was uns nat√ľr¬≠lich freut, auch wenn Ibben¬≠b√ľren nicht ganz zum Ruhrge¬≠bi¬≠et geh√∂rt. Im Inter¬≠view mit Der¬≠West¬≠en sagt er:

Klaus J. Behrendt: Ich bin auf dem Land aufgewach¬≠sen, und das Motor¬≠rad stand f√ľr Flex¬≠i¬≠bil¬≠it√§t. Wir sind abends von Ibben¬≠b√ľren aus nach Osnabr√ľck gefahren‚Ķ

Diet¬≠mar B√§r: ‚Ķnicht nach M√ľn¬≠ster in die Stu¬≠den¬≠ten¬≠stadt?

Klaus J. Behrendt: Nee, Osnabr√ľck war n√§her. Wir haben uns verabre¬≠det, zu viert oder f√ľn¬≠ft, ein¬≠er musste fahren, die anderen haben getrunk¬≠en oder gek¬≠ifft.

Das hat er dann, bes­timmt ohne die Anek­dote, was die anderen in Osna so gemacht haben, im ZDF wieder­holt:
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Klaus J. Behrendt: Ich bin in Hamm geboren, aber die Stadt habe ich kaum ken¬≠nen¬≠gel¬≠ernt. Mein Vater war Kinder¬≠arzt und hat¬≠te, als ich noch klein war, die Chance, die Kinder¬≠sta¬≠tion im Kranken¬≠haus in Ibben¬≠b√ľren zu leit¬≠en. Klar, die Land¬≠schaft mit ihren H√ľgeln und Bauern¬≠schaften ist schon ver¬≠traut. Aber mein Lebens¬≠mit¬≠telpunkt ist Berlin, und ich lebe da gern.

Dur¬≠chaus ver¬≠st√§ndlich. Berlin ist ja auch bekan¬≠nt als zweitsch√∂n¬≠ste Stadt Deutsch¬≠lands nach Ibben¬≠b√ľren.

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Wählerfang mit der NRW-CDU

Dorfinfo.de meldet, dass NRW-Min¬≠is¬≠ter¬≠pr√§si¬≠dent J√ľr¬≠gen R√ľttgers zu einem gro√üen Neu¬≠jahrsemp¬≠fang f√ľr Men¬≠schen im Ehre¬≠namt auf einem Brief¬≠bo¬≠gen mit einem Foto des ‚ÄúLan¬≠des¬≠vaters‚ÄĚ ein¬≠ge¬≠laden hat¬≠te, ohne irgen¬≠deinen Hin¬≠weis auf die CDU zu geben:

Als die Ehre¬≠namtler in H√ľsten anka¬≠men stellte sich her¬≠aus, dass der Emp¬≠fang von der CDU organ¬≠isiert wor¬≠den war und laut Bericht im WDR als Wahlkamp¬≠fauf¬≠takt f√ľr den anste¬≠hen¬≠den Land¬≠tagswahlkampf diente. Viele Ehre¬≠namtler ver¬≠lie√üen daraufhin den Emp¬≠fang vorzeit¬≠ig, (‚Ķ) Auf den Dank an die Ehre¬≠namtler wartete man verge¬≠blich, sie kamen nicht in der Rede vor.


Wie man in den Kom¬≠mentaren sieht, gehen zudem die Pro-R√ľttgers-Artikel der Rheinis¬≠chen Post den Lesern zunehmend auf den Geist.
[via]

14. Januar 2010 · Kurz-URL · Seepost · #
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Mischa-Sarim Vérollet: Ordentlich Bechern

Ich hat¬≠te mal eine leichte Auseinan¬≠der¬≠set¬≠zung mit Mis¬≠cha-Sarim V√©rol¬≠let bei den Blog¬≠boys √ľber eine Kri¬≠tik an ein¬≠er sein¬≠er Auftritte in Biele¬≠feld. Sein Buch wur¬≠da da als etwas seicht dargestellt, ich weiss nur noch soviel, dass ich die Kri¬≠tik¬≠erin gegen Verol¬≠let vertei¬≠digt habe (Ich ver¬≠wende hier und im Fol¬≠gen¬≠den die im Web2.0 ungew√∂hn¬≠liche Sie-Form, um nicht verd√§chtigt zu wer¬≠den, eine ein¬≠fache Verkumpelung mit dem K√ľn¬≠stler zu betreiben).
Ich glaube, dass ich weit¬≠er¬≠hin Stel¬≠lung beziehen w√ľrde, wenn es um die Kun¬≠st V√©rol¬≠lets geht, was seine Qual¬≠it√§t ange¬≠ht, da seine Texte Texte zur Darstel¬≠lung sind, weniger allein f√ľr sich √ľberzeu¬≠gen. Ich finde es gar nicht angenehm, sowas zu behaupten, denke mich aber als ehrlich¬≠er Men¬≠sch qua¬≠si verpflichtet, mit sowas nicht hin¬≠term Busch zu verbleiben.
Diese ein¬≠l√§u¬≠ten¬≠den Worte seien nur das Gesamtkunst¬≠werk V√©rol¬≠lets umschreibend voraus¬≠geschickt f√ľr fol¬≠gen¬≠des Video, das wohl in Zusam¬≠me¬≠nar¬≠beit mit Sebastian23 ent¬≠standen ist. In diesem Video verbindet V√©rol¬≠let darstel¬≠len¬≠des The¬≠ater, Kun¬≠stkri¬≠tik und Selb¬≠stre¬≠flex¬≠ion von Benutzern des soge¬≠nan¬≠nten Web 2.0.

Die Darstel¬≠lung V√©rol¬≠lets ist pr√§g¬≠nant, im Aus¬≠druck genau richtig √ľber¬≠trieben und in ein¬≠er passenden zeitlichen K√ľrze, um den Betra¬≠chter irri¬≠tiert zu lassen. Vielle¬≠icht ist Verol¬≠let gar nicht mehr einge¬≠fall¬≠en, aber als Kun¬≠st¬≠be¬≠tra¬≠chter muss man davon aus¬≠ge¬≠hen, dass hier genau gear¬≠beit¬≠et wurde: Das Video wirft in der Form des expres¬≠sion¬≠is¬≠tis¬≠chen The¬≠aters Fra¬≠gen zur halt¬≠losen Abfeierung des eige¬≠nen Ver¬≠hal¬≠tens auf und zur unre¬≠flek¬≠tierten Erwartung¬≠shal¬≠tung eines Youtube-Zuschauers.
Es ist merk¬≠w√ľrdig, dass offen¬≠bar f√ľr diese Art von Kun¬≠st im Web2.0 noch gar kein Begriff existiert, jeden¬≠falls ist mir kein¬≠er gel√§u¬≠fig. Das Gegen¬≠teil von dieser Kun¬≠st¬≠form w√§re der epic fail, also eine aufgenommene Sit¬≠u¬≠a¬≠tion, in der ein den Zeit¬≠geist wider¬≠spiegel¬≠ndes, unre¬≠flek¬≠tiertes Fehlver¬≠hal¬≠ten exem¬≠plar¬≠isch auf den Punkt gebracht wird.
Entsprechend m√ľsste man V√©rol¬≠lets Video als epic hit beze¬≠ich¬≠nen. Wie auch immer, ich k√∂nnt‚Äôs mir stun¬≠den¬≠lang anse¬≠hen.

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