Brauchen wir eine GEZ für Zeitungen?

Alfred Neven Dumont hat sich zu Wort gemel­det, der die in ande­ren Län­dern bereits geführ­te Debat­te der Zukunfts­si­che­rung von Zei­tun­gen auf­nimmt.
Und ich fin­de es grund­sätz­lich eigent­lich schon mal eine inter­es­san­te Fra­ge, wes­we­gen die Deut­schen ihre Fern­se­hen zwangs­wei­se finan­zi­ell unter­stüt­zen, aber nicht ihre Zei­tung, von deren finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung sie also viel schnel­ler absprin­gen kön­nen. Dass kei­ne Mehr­wert­steu­er auf Zei­tun­gen erho­ben wer­den soll, naja, das wäre zumin­dest ein Ansatz.
neven
Aber hilft das? Allen Zei­tun­gen die Mehr­wert­steu­er zu erlas­sen? Dass dann die Bild­zei­tung 40ct kos­tet? Das ret­tet den kri­ti­schen Jour­na­lis­mus in Deutsch­land? Ich habe da so mei­ne Zwei­fel, unge­ach­tet der Tat­sa­che, dass ich 2€ für eine ein­zel­ne Tages­zei­tung für einen inzwi­schen gewöh­nungs­be­dürf­ti­gen Preis hal­te: Da über­le­ge ich schon mal, inwie­fern ich heu­te Zeit genug habe, die Zei­tung ange­mes­sen zu lesen.
Und solan­ge die Zei­tun­gen nicht mit der Zeit gehen, ist auch schwer­lich ein­zu­se­hen, wes­we­gen man ihnen jetzt schon eine der­ar­ti­ge Erleich­te­rung ver­schaf­fen will, nur weil Schwarz­se­her den Unter­gang der Zei­tung her­beiunken.
Lese­tipp: taz: Der Löwe von Köln hat gebrüllt

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