Die Trittbrettfahrer des Schweizer Minarettenstreits

Aaron Koenig hat den Minaret­ten­stre­it der Schweiz als Anlass genom­men, seine Befür­wor­tung der Ein­führung direk­ter Demokratie in Deutsch­land nochmals her­vor zu heben. In seinem Vorge­hen hat er aber nur den ange­blich demokratis­chen Prozess über die Frage nach ein­er recht­mäßig begrün­de­ten Entschei­dung gestellt. Seine Argu­men­ta­tion für eine soge­nan­nte “direk­te Demokratie” ignori­ert allerd­ings den von Kant schon vor­ge­tra­ge­nen Vor­wurf,

Bratwurstjournalismus vs. Fastfoodjournalismus

bratwurst
Während einige Print­me­di­en ja noch den Blog­gern ent­ge­gen­hal­ten, dass sie keine Konkur­renz für den wahren Qual­ität­sjour­nal­is­mus sein kön­nen, da nur der pro­fes­sionelle Jour­nal­ist eben richtig gute Qual­ität her­vor­bringt, brin­gen eben diese pro­fes­sionellen Medi­en neue For­men von Jour­nal­is­ten her­aus: Den Bratwurstjour­nal­is­ten und den Fast­food­jour­nal­is­ten.
Für den let­zteren Begriff muss ich gradeste­hen, da ich zu Bratwurstjour­nal­ist eine begrif­fliche Entsprechung gebraucht habe.

Dörfliche Unbekümmertheit

Manche Leute sind aber auch ein­fach zu drol­lig. Wie die eine besorgte Dame aus Schermbeck, die nach der Ergrei­fung des Aus­brech­ers Michal­s­ki vor Ort meinte:

Nein, sowas! Und das bei uns in Schermbeck! Wo wir hier doch alle die Türen nie zu machen, die Fahrräder nicht abschließen, …

Ein Schelm, wer auf böse Gedanken kommt.

Wir gehen lieber ganz schnell in Deckung

Pro7 ver­schaukelt bei der Sendung Pop­stars seine Zuschauer und allen tut es weh: Den Zuschauern, den Kri­tik­ern, den Jugendlichen, denen langsam die kalte Abzock­men­tal­ität des Senders klar wird und den Wer­be­treiben­den wird sich­er auch schon mul­mig. Auch Mod­er­a­torin Char­lotte Schall-&-Rauch kommt das wohl nicht ganz wie eine saubere Aktion vor. Zwar blendet Pro7 laut­stark Musik über die den Sender aus­buhen­den Konz­ertbe­such­er,

Will Smith interviewt Barack Obama

Während seines Aufen­thalts in Oslo ist Barack Oba­ma von Will Smith inter­viewt wor­den und dies ist der Mitschnitt:

Bemerkenswert ist dieses Inter­view schon irgend­wie, denn teils kann man es selt­sam find­en, teils ern­sthaft motiviert.
Die selt­sam lip­pengläu­bige Hal­tung Will Smiths ist schon inter­es­sant. Ich weiss nicht, ob man nicht immer irgend­wie bescheuert drein schauen muss, wenn Barack Oba­ma einem moralis­che Dinge erk­lären möchte.

How much information is too much information?

Eilene Zim­mer­man on get­ting infor­ma­tion:
Amer­i­cans spend a huge amount of time at home receiv­ing infor­ma­tion, an aver­age of 11.8 hours per day.
Bytes of infor­ma­tion con­sumed by U.S. indi­vid­u­als have grown at 5.4 per­cent annu­al­ly since 1980, far less than the growth rate of com­put­er and infor­ma­tion tech­nol­o­gy per­for­mance.
Amer­i­cans spend 41 per­cent of our infor­ma­tion time watch­ing tele­vi­sion,

Brauchen wir eine GEZ für Zeitungen?

Alfred Neven Dumont hat sich zu Wort gemeldet, der die in anderen Län­dern bere­its geführte Debat­te der Zukun­ftssicherung von Zeitun­gen aufn­immt.
Und ich finde es grund­sät­zlich eigentlich schon mal eine inter­es­sante Frage, weswe­gen die Deutschen ihre Fernse­hen zwangsweise finanziell unter­stützen, aber nicht ihre Zeitung, von deren finanzieller Unter­stützung sie also viel schneller absprin­gen kön­nen.

Twitter-Tumult im Niedersächsischen Landtag

Tumulte im Nieder­säch­sis­chen Land­tags wegen eines Twit­ter-Beitrags:

Zahlre­iche Abge­ord­nete aller Frak­tio­nen sprangen erbost von ihren Stühlen auf und liefer­ten sich hitzige Wort­ge­fechte.

Was war passiert? CDU-Frak­­tion­schef @DavidMcAllister hat­te nach Hin­weis von MdL @ChristianDuerr fol­gen­den Tweet vom recht­spoli­tis­chen Sprech­er der Grü­nen, @Helge_Limburg, vorge­le­sen:
schuenemann
Was doch ein Kinder­garten.

Lokalseiten von Springer-Zeitungen kostenpflichtig

Heute machen sich die zu Springer gehörende Zeitun­gen Ham­burg­er Abend­blatt und Berlin­er Mor­gen­post daran, Inhalte des Lokalteils nur noch kostenpflichtig anzu­bi­eten. Man müsse gegen das Mut­ter-There­sa-Prinzip ange­hen, Wer­beein­nah­men seien im Inter­net nicht gewin­nträchtig, Benutzer seien durch kosten­lose Inhalte ver­wöh­nt, jam­mer, jam­mer, blabla.
abendzeitunghamburg
Wenn man sich jet­zt die Lokalberichte für das Gebi­et Pin­neberg beim Ham­burg­er Abend­blatt anschaut,

Alle mal lachen über den Axel-Springer-Verlag

Nicht, dass man heute mor­gen nicht schon min­destens etwas geschmun­zelt hätte, dass man beim Ham­burg­er Abend­blatt, ein­er dem Axel-Springer-Ver­lag zuge­höri­gen Zeitung, verkün­dete, for­t­an seinen “Qual­ität­sjour­nal­is­mus” online nur noch gegen Bares zu vertick­en: Jet­zt hat man Grund genug, das Schmun­zeln gegen ein Lachen zu tauschen, denn @Yatil und Chris zeigen, dass die Artikel prob­lem­los les­bar sind ohne dafür zu bezahlen.