The warm surprise

Having a baby is one of the stran­gest things that can hap­pen to you. From one moment to the other you’­re sup­po­sed to be a baby spe­cia­list when you turn into a father or a mother. And imme­dia­te­ly your sur­roun­ded by baby spe­cia­lists that cri­ti­ci­ze you or try to give useful hints to tre­at your baby right.

If that’s not the case for a second the­re are still your own par­ents that can tell you that they don’t see their grand­child often enough.
Despi­te the­se influen­ces of peo­p­le who think they know the sci­ence of baby­a­lism you’­re still respon­si­ble to find out how your own baby works.

Tony Jones has a baby. Actual­ly his child is alre­a­dy 4 years old. Still he’s try­ing to find methods to calm his child down, when­ever it goes wild. And as he final­ly got one working method he says:

warmbath

Somehow this is a spe­cial TMIt­weet. This tweet defi­ni­te­ly offers a TMI mes­sa­ge, but can you loca­te it? It seems to be in one’s own head. What a stran­ge thing. As if that kind of action hap­pens all the time. Find out if the­re are peo­p­le that don’t get the mes­sa­ge!

Eltern können einfach nicht zuhören

Da ver­sucht ein­mal ein Baby sei­ne Eltern vor Unheil zu bewa­ren und dann sowas…

Mediale Unabhängigkeit

Vere­na Frie­de­ri­ke Hasel hat im Tages­spie­gel einen Patch­work-Arti­kel über Blogs ver­öf­fent­licht. Inter­es­san­ter­wei­se wur­de sich auf den Arti­kel in der Blogo­sphä­re kaum bezo­gen. Nur Spree­blick und Coffee&TV rümpf­ten etwas ihr pekier­tes Näs­chen.

Dabei ist der Arti­kel, wie ich fin­de, schön geschrie­ben. Und man soll­te ihn auch als Patch­work-Arti­kel lesen. Sie ver­sucht zwar auch einen gene­rel­len Aus­blick über die Blogs und was sie noch ler­nen müs­sen zu geben, aber das klappt irgend­wie nicht. Kann man auch igno­rie­ren. Sie wirft einen sach­li­chen Blick auf Blogs, durch die Augen einer Lese­rin, die nun nicht über alle Maßen blogaf­fin ist. Dazu passt es nicht, die Posi­ti­on im Arti­kel zu wech­seln und irgend­wel­che Wer­tig­kei­ten ins Spiel zu brin­gen. Hät­te man auch nicht müs­sen. Aber egal.

Hasel kratzt aber an zwei Din­gen, die ich ganz inter­es­sant fin­de. Einer­seits, die von ihr abge­lehn­te “Büh­ne der Frei­heit”, die Blogs dar­stel­len — wer immer das auch behaup­ten mag. Ande­rer­seits die Fra­ge, wes­we­gen Blogs in Deutsch­land sich nicht so durch­ge­setzt haben.

Über Frei­heit hat­te ich es ja schon ein­mal. Hasel lässt ihren Gedan­ken aber ver­küm­mern. Blogs sei­en kei­ne “Büh­ne der Frei­heit”, weil der Blog von Pax erst durch den Guar­di­an gehypt wer­den muss­te. Und eine weit­rei­chen­de Ver­brei­tung von Blogs stün­de ent­ge­gen, dass sie zuviel Infor­ma­ti­on böten, als dass eine grö­ße­re Anzahl von Lesern die Muße hät­ten, sie zu durch­stö­bern.

Es ist völ­lig unklar, wes­we­gen Blogs nun kei­ne “Büh­ne der Frei­heit”, was immer damit gemeint sein soll, sind und ob bei­de nach­fol­gen­den Gedan­ken dage­gen sprä­chen. Damit meint man doch eine publi­zis­ti­sche Unab­hän­gig­keit. Gewährt im aller­grund­le­gens­ten Fall durch kos­ten­lo­se Blog­an­bie­ter. Zei­tun­gen dür­fen sich ja viel eher die Fra­ge stel­len, ob sie eher eine “Büh­ne der Frei­heit” sind, wenn es sich heut­zu­ta­ge kei­ne ein­zi­ge Tages­zei­tung leis­ten kann, nicht über das Dschun­gel­camp zu berich­ten. Blogs kön­nen das. Ohne Pro­ble­me. Und ohne zu befürch­ten, dass man des­we­gen out wer­den wür­de. Die Blogs leis­ten sich genau die jour­na­lis­ti­sche Frei­heit, mit denen Zei­tun­gen einst ange­fan­gen sind. Viel­leicht sind Zei­tungs­ma­cher weni­ger über Blogs, son­dern über den Ver­lust des eige­nen frü­he­ren Sta­tus’ so sau­er.

Der zwei­te inter­es­san­te Gedan­ke Hasels dreht sich um die the­ma­ti­sche Bedeu­tungs­lo­sig­keit deut­scher Blogs. Die­se Dis­kus­si­on gibt es in ande­ren Län­dern eben so. Immer wird der Ver­gleich mit Ame­ri­ka ange­strebt, dort sei­en Blogs viel tie­fer ver­an­kert. Dort spie­len aber auch Radio­sen­dun­gen poli­tisch eine bedeut­sa­me­re Rol­le als in Deutsch­land. Nie­mand beschwert sich um die Bedeu­tungs­lo­sig­keit von WDR 4.

In der Tat sind die bekann­tes­ten deut­schen Blogs erschre­ckend seicht. Hasel unkt, dass kön­na damit zusam­men hän­gen, dass bis­her kein spek­ta­ku­lä­rer Coup gelan­det wor­den sei, was damit zusam­men­hän­gen könn­te, dass Deut­sche wenig blogaf­fin sei­en. Auch kein son­der­lich über­zeu­gen­der Schluss. Blöd für die Zei­tun­gen bleibt wei­ter­hin, dass in Blogs die Gefahr lau­ert, dass sie an Niveau deut­lich zule­gen.

Ich den­ke eher, dass deut­sche Zei­tun­gen doch ziem­lich gut sind. Was wirk­lich poli­tisch rele­vant ist, wird von denen auf­ge­grif­fen und durch klu­ge Köp­fe wie­der­ge­ge­ben. Die gegen­sei­ti­ge Kon­kur­renz spornt da auch an. Das ist doch gut. Deutsch­land­in­ter­ne The­men sind also qua­si ver­ge­ben an Zei­tun­gen, wenn die schon nicht ein­mal mehr ihre Pfo­ten von Pop­kul­tur­scheiss wie dem Dschun­gel­camp las­sen kön­nen.

Der­zeit wären deutsch­land­ex­ter­ne aber deutsch­land­re­le­van­te The­men ein Frei­platz. Es gibt vie­le Kri­sen­ge­bie­te, die in deut­schen Zei­tun­gen nicht unter­kom­men, weil die zustän­di­gen Redak­teue­re mei­nen, sie hät­ten kei­nen Platz dafür.

Es ist schon son­der­bar, dass deut­sche Zei­tungs­le­ser der­zeit bes­ser über die Lage im Dschun­gel­camp infor­miert sind als über die Lage der Hutus und Tut­sis. Und kom­me mir nun nie­mand mit, das eine sei doch nun Feuil­le­ton und das ande­re der Poli­tik­teil. Wie zynisch möch­ten Sie wer­den? Statt Leu­ten bei der Zivi­li­sa­ti­on zu hel­fen, ent­zi­vi­li­siert man lie­ber zur Unter­hal­tung abge­half­ter­te Ex-Stars. Und die Zei­tun­gen müs­sen dar­über schrei­ben. Sie müs­sen es. Ver­ste­hen Sie? Sie müs­sen es:

TAZ, FAZ, Süd­deut­sche, Tages­spie­gel, Welt, NOZ, Die ZEIT, Frank­fur­ter Rund­schau, Ber­li­ner Mor­gen­post, Rhei­ni­sche Post, Ham­bur­ger Abend­blatt, Gene­ral Anzei­ger Bonn, Neuß-Gre­ven­broi­cher Zei­tung, Ber­li­ner Zei­tung, Augs­bur­ger All­ge­mei­ne, Wet­ter­au­er Zei­tung, tz, Mit­tel­deut­sche Zei­tung, Köl­ner Express und und und.

Dies scheint aber nur ein Virus zu sein, das deut­sche Zei­tun­gen anheim­fällt. Die Neue Züri­cher Zei­tung kann auch seit 3 Jah­ren ganz gut ohne.

Damit fällt aber auch das Argu­ment der Unüber­sicht­lich­keit von diver­sen Blogs, aus denen der User mühe­voll sei­ne Infor­ma­tio­nen her­aus­su­chen muss. In Zei­tun­gen muss er mitt­ler­wei­le genau­so fil­tern, um neben Dschun­gel­camp-arti­gen Berich­ten und Wer­bung das Inter­es­san­te zu fin­den.

Die Geschichte des Katzenquälers

Ich bin eigent­lich ganz froh, dass nicht jeder Trend aus den USA sei­nen Weg nach Euro­pa fin­det. Das unter­schei­det mich wohl von den­je­ni­gen, die sich immer genö­tigt füh­len, auf jeden ame­ri­ka­ni­schen Zug auf­zu­sprin­gen und sich dann dar­über bekla­gen, dass die Deut­schen zu blöd sind für die­se neu­en Din­ge.

Gern wird dabei über­se­hen, dass die Deut­schen viel­leicht ein­fach was bes­se­res zu tun haben, als die­se Trends mir nichts, dir nichts zu über­neh­men.

Nun gut. Wäh­rend man in Deutsch­land gro­ße Sor­ge hat, mit Schäub­le könn­ten sich alte Über­wa­chungs­sze­na­ri­en wie in der DDR oder in 1984 wie­der­ho­len, soll­te man der­ar­ti­ge Ängs­te in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten wohl eher auf stink­nor­ma­le Inter­net­be­nut­zer pro­je­zie­ren.

Vor weni­gen Wochen war es Box­xy, deren Lebens­lauf nach ein paar auf­ge­dreh­ten You-Tube-Vide­os bis ins kleins­te Detail auf­ge­spürt und online ver­öf­fent­licht wur­de, nun ist es ein wei­te­res Kind. Zwar hat die­ser Ben­gel wohl wirk­lich Scheis­se gebaut, in dem er mein­te, es sei cool, sei­ne Kat­ze zu ver­prü­geln, ein­zu­schüch­tern und die­ses fil­me­risch auf You­Tube zu ver­brei­ten, aber mich stimmt irgend­wie sor­ge­voll, wie der­ar­ti­ge Teen­ager dann aus­ge­schlach­tet wer­den: www.Kenny-Glenn.net.

Stan Angeloff: Can we have too much information?

Stan Angel­off aka @insaned wro­te a text on the topic Can we have too much infor­ma­ti­on?, which is for sure worth rea­ding. I’m not with him in any detail, but it’s a well writ­ten text.

Hinweisschilder für Biologiebücher

In Mis­sis­sip­pi gibt es eine Geset­zes­in­itia­ti­ve, die bewir­ken soll, dass künf­tig vor Büchern und Tex­ten, die sich mit der Evo­lu­ti­on beschäf­ti­gen, ein Hin­weis mit 200 Wor­ten ange­bracht wird, der dar­auf auf­merk­sam macht, dass es sich bei der Evo­lu­ti­ons­theo­rie nur um eine Theo­rie han­delt. Also sowas wie die­se klei­nen put­zi­gen Schild­chen auf den Ziga­ret­ten­schach­teln.

Nun wird der eine oder ande­re sagen: Ja, aber das Wort Evo­lu­ti­ons­theo­rie beinhal­tet doch schon das Wort Theo­rie. Ja, sicher, aber erklär’ das doch mal einer die­sen Amis. Es bleibt wohl auch eine Theo­rie, weil wir Men­schen die gan­ze Cho­se nicht erfun­den haben und nicht nach­bil­den kön­nen. Selbst wenn wir das könn­ten, wäre nicht bewie­sen, und ein Beweis ist das­je­ni­ge, was dem Wort Theo­rie an die­ser Stel­le ent­ge­gen­ge­stellt wer­den müss­te, dass die Theo­rie stimmt. Wir kön­nen nur dar­auf ver­wei­sen, dass die Erfah­run­gen, die wir bis­lang gemacht haben, stär­ker für die Evo­lu­ti­ons­theo­rie spre­chen als für die­se Adam-Rip­pen-Geschich­te.

Im Gegen­zug müss­te man sol­che Schild­chen viel­leicht auch auf Bibeln klat­schen: “Dass Gott nur 6 Tage für die Welt gebraucht hat, ist nur eine Theo­rie, war ja außer Gott nie­mand dabei” oder so. Oder zu Adams-Rip­pen-Trans­plan­ta­ti­on: “Don’t try this at home.”

Sicher ist sicher.

Mediale Unabhängigkeit

Vere­na Frie­de­ri­ke Hasel hat im Tages­spie­gel einen Patch­work-Arti­kel über Blogs ver­öf­fent­licht. Inter­es­san­ter­wei­se wur­de sich auf den Arti­kel in der Blogo­sphä­re kaum bezo­gen. Nur Spree­blick und Coffee&TV rümpf­ten etwas ihr pekier­tes Näs­chen.
Dabei ist der Arti­kel, wie ich fin­de, schön geschrie­ben. Und man soll­te ihn auch als Patch­work-Arti­kel lesen. Sie ver­sucht zwar auch einen gene­rel­len Aus­blick über die Blogs und was sie noch ler­nen müs­sen zu geben, aber das klappt irgend­wie nicht. Kann man auch igno­rie­ren. Sie wirft einen sach­li­chen Blick auf Blogs, durch die Augen einer Lese­rin, die nun nicht über alle Maßen blogaf­fin ist. Dazu passt es nicht, die Posi­ti­on im Arti­kel zu wech­seln und irgend­wel­che Wer­tig­kei­ten ins Spiel zu brin­gen. Hät­te man auch nicht müs­sen. Aber egal.
Hasel kratzt aber an zwei Din­gen, die ich ganz inter­es­sant fin­de. Einer­seits, die von ihr abge­lehn­te “Büh­ne der Frei­heit”, die Blogs dar­stel­len — wer immer das auch behaup­ten mag. Ande­rer­seits die Fra­ge, wes­we­gen Blogs in Deutsch­land sich nicht so durch­ge­setzt haben.
Über Frei­heit hat­te ich es ja schon ein­mal. Hasel lässt ihren Gedan­ken aber ver­küm­mern. Blogs sei­en kei­ne “Büh­ne der Frei­heit”, weil der Blog von Pax erst durch den Guar­di­an gehypt wer­den muss­te. Und eine weit­rei­chen­de Ver­brei­tung von Blogs stün­de ent­ge­gen, dass sie zuviel Infor­ma­ti­on böten, als dass eine grö­ße­re Anzahl von Lesern die Muße hät­ten, sie zu durch­stö­bern.
Es ist völ­lig unklar, wes­we­gen Blogs nun kei­ne “Büh­ne der Frei­heit”, was immer damit gemeint sein soll, sind und ob bei­de nach­fol­gen­den Gedan­ken dage­gen sprä­chen. Damit meint man doch eine publi­zis­ti­sche Unab­hän­gig­keit. Gewährt im aller­grund­le­gens­ten Fall durch kos­ten­lo­se Blog­an­bie­ter. Zei­tun­gen dür­fen sich ja viel eher die Fra­ge stel­len, ob sie eher eine “Büh­ne der Frei­heit” sind, wenn es sich heut­zu­ta­ge kei­ne ein­zi­ge Tages­zei­tung leis­ten kann, nicht über das Dschun­gel­camp zu berich­ten. Blogs kön­nen das. Ohne Pro­ble­me. Und ohne zu befürch­ten, dass man des­we­gen out wer­den wür­de. Die Blogs leis­ten sich genau die jour­na­lis­ti­sche Frei­heit, mit denen Zei­tun­gen einst ange­fan­gen sind. Viel­leicht sind Zei­tungs­ma­cher weni­ger über Blogs, son­dern über den Ver­lust des eige­nen frü­he­ren Sta­tus’ so sau­er.
Der zwei­te inter­es­san­te Gedan­ke Hasels dreht sich um die the­ma­ti­sche Bedeu­tungs­lo­sig­keit deut­scher Blogs. Die­se Dis­kus­si­on gibt es in ande­ren Län­dern eben so. Immer wird der Ver­gleich mit Ame­ri­ka ange­strebt, dort sei­en Blogs viel tie­fer ver­an­kert. Dort spie­len aber auch Radio­sen­dun­gen poli­tisch eine bedeut­sa­me­re Rol­le als in Deutsch­land. Nie­mand beschwert sich um die Bedeu­tungs­lo­sig­keit von WDR 4.
In der Tat sind die bekann­tes­ten deut­schen Blogs erschre­ckend seicht. Hasel unkt, dass kön­na damit zusam­men hän­gen, dass bis­her kein spek­ta­ku­lä­rer Coup gelan­det wor­den sei, was damit zusam­men­hän­gen könn­te, dass Deut­sche wenig blogaf­fin sei­en. Auch kein son­der­lich über­zeu­gen­der Schluss. Blöd für die Zei­tun­gen bleibt wei­ter­hin, dass in Blogs die Gefahr lau­ert, dass sie an Niveau deut­lich zule­gen.
Ich den­ke eher, dass deut­sche Zei­tun­gen doch ziem­lich gut sind. Was wirk­lich poli­tisch rele­vant ist, wird von denen auf­ge­grif­fen und durch klu­ge Köp­fe wie­der­ge­ge­ben. Die gegen­sei­ti­ge Kon­kur­renz spornt da auch an. Das ist doch gut. Deutsch­land­in­ter­ne The­men sind also qua­si ver­ge­ben an Zei­tun­gen, wenn die schon nicht ein­mal mehr ihre Pfo­ten von Pop­kul­tur­scheiss wie dem Dschun­gel­camp las­sen kön­nen.
Der­zeit wären deutsch­land­ex­ter­ne aber deutsch­land­re­le­van­te The­men ein Frei­platz. Es gibt vie­le Kri­sen­ge­bie­te, die in deut­schen Zei­tun­gen nicht unter­kom­men, weil die zustän­di­gen Redak­teue­re mei­nen, sie hät­ten kei­nen Platz dafür.
Es ist schon son­der­bar, dass deut­sche Zei­tungs­le­ser der­zeit bes­ser über die Lage im Dschun­gel­camp infor­miert sind als über die Lage der Hutus und Tut­sis. Und kom­me mir nun nie­mand mit, das eine sei doch nun Feuil­le­ton und das ande­re der Poli­tik­teil. Wie zynisch möch­ten Sie wer­den? Statt Leu­ten bei der Zivi­li­sa­ti­on zu hel­fen, ent­zi­vi­li­siert man lie­ber zur Unter­hal­tung abge­half­ter­te Ex-Stars. Und die Zei­tun­gen müs­sen dar­über schrei­ben. Sie müs­sen es. Ver­ste­hen Sie? Sie müs­sen es:
TAZ, FAZ, Süd­deut­sche, Tages­spie­gel, Welt, NOZ, Die ZEIT, Frank­fur­ter Rund­schau, Ber­li­ner Mor­gen­post, Rhei­ni­sche Post, Ham­bur­ger Abend­blatt, Gene­ral Anzei­ger Bonn, Neuß-Gre­ven­broi­cher Zei­tung, Ber­li­ner Zei­tung, Augs­bur­ger All­ge­mei­ne, Wet­ter­au­er Zei­tung, tz, Mit­tel­deut­sche Zei­tung, Köl­ner Express und und und.
Dies scheint aber nur ein Virus zu sein, das deut­sche Zei­tun­gen anheim­fällt. Die Neue Züri­cher Zei­tung kann auch seit 3 Jah­ren ganz gut ohne.
Damit fällt aber auch das Argu­ment der Unüber­sicht­lich­keit von diver­sen Blogs, aus denen der User mühe­voll sei­ne Infor­ma­tio­nen her­aus­su­chen muss. In Zei­tun­gen muss er mitt­ler­wei­le genau­so fil­tern, um neben Dschun­gel­camp-arti­gen Berich­ten und Wer­bung das Inter­es­san­te zu fin­den.

The warm bed

Cou­ples often have their own rules. My ex-girl­fri­end had a look that told me to shut up imme­dia­te­ly. When we we’­re on a par­ty and she star­ted rub­bing her arm it meant she wan­ted to lea­ve. If she was tal­king to someone and star­ted tous­ling her hair it ment: “Get me out of this con­ver­sa­ti­on!” And the­re are some other ges­tu­res I not going to reve­al here.

So some­ti­mes this sort of cou­ple­hood is fun­ny. And the­re are times I miss that. If you watch other cou­ples it’s dif­fe­rent. Some­ti­mes you should­n’t care what they do. Some­ti­mes you should. But it’s not easy when to igno­re things done by a cou­ple. I only think this case is crys­tal clear:

warmbed

So there’s some­thing new with this tweet. So far we only dealt with tweets tel­ling things that just hap­pen­ed. This is a tmi tweet also with infor­ma­ti­on that deals with some­thing yet to come…

Die Halbwertszeit der New York Times

Irgend­wie hat es jeder schon gehört, dass es in die­sem Jahr zu deut­li­chen Ver­än­de­run­gen kommt, aber wie das genau ablau­fen soll, ist noch unklar. In Deutsch­land redet man bis­her öffent­lich nur von Kurz­ar­beit, heu­te kam die Mel­dung rein, bei SAP stün­den 600 Arbeits­plät­ze durch Nicht­wie­der­ein­stel­lung auf der Kip­pe. Die Arbeits­lo­sen­zah­len sind stär­ker gestie­gen als gedacht, was aber auch auf den Win­ter zurück­ge­führt wird. Klingt nicht gut, aber auch nicht so dra­ma­tisch wie die 25.000 Arbeits­plät­ze, die die Nie­der­lan­de in den ver­gan­ge­nen Mona­ten schon ver­lo­ren hat.
Wirt­schaft­lich krie­selt es auch bei den Zei­tun­gen. Außer­dem ist dies ein Bereich, der es mit grund­sätz­li­chen Ver­än­de­run­gen zu tun bekom­men wird. Vie­le Leu­te lesen im Inter­net, was sie nicht zusätz­lich auf Papier kau­fen wer­den. Vie­le schrei­ben im Inter­net, wodurch vie­len die Zeit fehlt, sich noch auf eine Zei­tung zu kon­zen­trie­ren.
Beson­ders hart scheint es da der­zeit die New York Times zu treffen.Das Maga­zin The Atlan­tic befasst sich in sei­ner dies­mo­na­ti­gen Aus­ga­be mit den Fra­gen, wie lan­ge die­se Zei­tung noch durch­hält. 2007 hat­te das Blatt begon­nen, sei­ne Arti­kel voll­stän­dig online zu publi­zie­ren, um attrak­ti­ver für Wer­be­kun­den zu wer­den. Aber der Schuss scheint nach hin­ten gegan­gen zu sein.
Das Wall­street Jour­nal ver­mel­de­te in der ver­gan­ge­nen Woche, dass der mexi­ka­ni­sche Mil­li­ar­där Car­los Slimm Ret­ter der Zei­tung wür­de und 250 Mio. in die New York Times pumpt. Kurz danach wur­de aller­dings bekannt, dass die­ses Geld mit 14,5% ver­zinst ist. Der Zei­tung muss es also schon sehr dre­ckig gehen, wenn man einen der­ar­ti­gen Kre­dit anneh­men muss.
Atlan­tic-Autor Mich­ar Hirsch­horn unkt, dass die New York Times bereits in Kür­ze durch Goog­le, CBS oder Micro­soft über­nom­men und aus­ge­schlach­tet wer­den k?nnte. Was ein Alb­traum für die Zei­tungs­wirt­schaft.
Wer von den deut­schen Zei­tun­gen dran glau­ben wird müs­sen, das scheint noch offen zu sein. Aus­schlie­ßen ist da aber nichts. Mich per­sön­lich wür­de wohl das Ende einer klei­ne­ren Zei­tung inhalt­lich wenig stö­ren. Sicher, soll­te die FAZ der­art aus­ge­schlach­tet wer­den, wäre das schon stark gewöh­nungs­be­dürf­tig. Aber deren neu­mo­der­ner Hang, die Pop­kul­tur zu hul­di­gen, ist auch schon gewöh­nungs­be­dürf­tig.

9 Jah­re lang habe ich frü­her ger­ne die Wochen­zei­tung Die Woche gele­sen, bis sie ein­ge­stellt wur­de. Die Zei­tung soll­te lang­fris­tig Kon­kur­renz zu Die Zeit wer­den, was aber nicht geklappt hat. Wie Mar­cel Reich-Rani­cki ihr damals beschei­nig­te, fehl­te ihr ein­fach die Leser­schaft, neben den eta­blier­ten Zei­tung brauch­te man kei­ne wei­te­re. So sehr ich Die Woche auch moch­te, das markt­re­gu­lie­ren­de Argu­ment des Lite­ra­tur­paps­tes muss­te ich gel­ten las­sen. Dabei war es die ers­te grö­ße­re Zei­tung, die bun­te Bil­der ver­öf­fent­licht hat. Am längs­ten wehr­te sich die FAZ dage­gen, aber mitt­ler­wei­le ist dies der Stan­dard. Auch dass man ein klei­ne­res For­mat ver­wen­de­te war neu. Aber all das war nicht geschäfts­tüch­tig: Die Woche mach­te jähr­lich 500.000€ minus.
Viel­leicht ist dies eh ein Erleb­nis, dass man künf­tig nicht mehr haben wird: Eine sich eta­blie­ren­de, neue Zei­tung.

Obamas Begriffskorrektur

Der neue Prä­si­dent geht auf sei­ne Wei­se mit über­frach­te­ten Infor­ma­tio­nen um: In den ers­ten Tagen ist vor allem die Schlie­ßung des Gefan­ge­nen­la­gers Guan­ta­na­mo als poli­ti­schem Neu­an­fang durch Oba­ma gewür­digt wor­den. Aller­dings fan­den ers­te Ver­än­de­run­gen schon bei sei­ner Antritts­re­de statt.
inauguration
Barack Oba­ma bricht mit der Aus­drucks­wei­se der Vor­gän­ger­re­gie­rung. Man kann sich jetzt natür­lich strei­ten, ob es ein­fach nicht sei­ne Aus­drucks­wei­se war oder ob eben nur die Vor­gän­ger­re­gie­rung eine selt­sa­me Aus­drucks­wei­se ver­wen­det hat. Aber damit ist Schluß: Die Begrif­fe “Ach­se des Bösen” und die pau­scha­le Ein­tei­lung der Welt in “gut und böse”, “wer nicht mit uns ist, ist gegen uns” scheint ein ame­ri­ka­ni­sches Relikt der tur­bu­len­ten Anfangs­jah­re die­ses Jahr­tau­sends zu wer­den.
Gott­sei­dank, kann man da nur sagen. Statt “gut und böse” ver­wen­det “Oba­ma “gut und schlecht”, wenn auch nicht in Bezie­hung auf Län­der, Ras­sen oder Ter­ror­grup­pen, son­dern auf Ban­ken. Und da ist noch die Fra­ge, ob es über­haupt mög­lich gewe­sen wäre, Ban­ken als böse zu beti­teln. Aber ich unter­stel­le mal, dass Oba­ma “böse” in den Alt­wör­ter­schrank schmeisst. Wer immer die­ses Wort ver­wen­det, akzep­tiert, dass bei­läu­fig aus­ge­sagt wird, ein Mensch, eine Volks­grup­pe sei von Grund auf ver­an­lagt dazu, schlecht zu han­deln. Sol­che Leu­te kann man natür­lich gut von sich selbst unter­schei­den. Nie­mand sagt über sich selbst, man wür­de grund­sätz­lich dane­ben lie­gen.
Aber was ist das für eine Vor­stel­lung vom Men­schen als mög­li­cher­wei­se grund­sätz­lich böse? Eine mit­tel­al­ter­li­che, wie mir scheint. Eine ande­re Begriffs­ver­wen­dung drückt daher ein ande­res Welt­bild aus, ein auf­ge­klär­te­res.
Es ist zumin­dest inter­es­sant zu sehen, dass Oba­mas Poli­tik nicht davon gekenn­zeich­net ist, sich über nega­ti­ve Begrif­fe zu pro­fi­lie­ren. Bis­lang waren die star­ken, gän­gi­gen Begrif­fe durch­weg posi­ti­ver Natur. Viel­leicht kommt man eines Tages dazu, dass hier ein gera­de­zu gegen­sätz­li­ches Ver­hal­ten von Oba­ma- und Bush-Regie­rung zu sehen ist.