Top 5 things to do when twitter is down

[you­tube http://www.youtube.com/watch?v=W9xFT11JSF8&hl=en&fs=1]

The arousement

I thought I had rea­ched a boar­der during the last weeks. Do you remem­ber Mr bou­vierm? I thought that game thing was over. Do you remem­ber Ellen? I thought that show­ing yours­elf thing was over.

I am so stu­pid.

The­re seems to be some­thing in the­se things I still haven’t got­ten into. There’s still the ten­si­on of com­bi­ning the­se things. Let’s have ano­ther try to under­stand it.

This is Cel­tic­Frog. I don’t know what a cel­tic frog is, do you? Also I don’t wan­na pre­tend after having goo­g­led all that can be found, that this con­cept belongs to my know­ledge. It just does­n’t. And I don’t miss it. May­be she has a like for the cel­tic cul­tu­re. May­be she thinks she looks like a frog. May­be cel­tic frogs are spe­cial ani­mals taken from a star trek epi­so­de we all haven’t seen.

Any­way, Cel­tic­Frog obvious­ly has a fri­end. And she mis­ses him from time to time. And if you still got Mr. bou­vierm in your mind or Ms. Ellen, you could alre­a­dy guess what’s coming up:

At first glan­ce I thought this was the see­mingly new usa­ge of “to mas­tur­ba­te”, intro­du­ced by Goog­le:

But no, appar­ent­ly Cel­tic­Frog is plan­ning some kind of ero­tic game for the night, which does not fit into her boyfriend’s plans. Somehow.

No, I don’t want to go down that road tel­ling you that her guy is try­ing to avo­id to take part in her games.

He’ll definet­ly know she’s play­ing that kind of games in the inter­net as well.

The moment after

Heinz Erhardt, an old ger­man come­di­an (yes, the­re are some), did once a play that only con­sists of words with the let­ter “G” (“Gera­de Gewürz­gur­ken geges­sen.”). Well, ger­man humour nowa­days is still so seda­te, a play like that would never have star­ted this way:

geradegut

In eng­lish: “Just fucked well. fboes shags excel­lent­ly. Sad­ly I did­n’t come. But I got used to that. Gree­tings and kis­ses.”
The­se are 5 sen­ten­ces and what is unu­sual­ly in ger­man: Alt­hough they are very short they tell dif­fe­rent things.
So there’s Tiffy and she has a sexu­al rela­ti­onship to fboes, who is quite good in bed accor­ding to her. Good for her, good for him. This time she did­n’t come. And she’s used to that. Used to what? That fboes does­n’t care about her in bed? That she’s not coming with him? That sex ends abrupt­ly so that both have to car­ry on tal­king about what hap­pend in twit­ter? Ouuuuhh.
fboes does­n’t seem to be much of a tal­ker. He’s not tal­king about Tiffy or even to Tiffy on twit­ter, alt­hough he’s her only cont­act on twit­ter (One day I’m going to find out what this only-having-one-per­son-to-fol­low-thing is all about).
But Tiffy seems to be hap­py with the situa­ti­on. Good. I guess.

The boy’s taste

I used to think for a long time that I was able to get into a good con­ver­sa­ti­on with peo­p­le having the stran­gest opi­ni­ons. And it took quite a while befo­re I reco­gni­zed that that was an ove­re­sti­ma­ti­on of my capa­ci­ties. The­re are peo­p­le I’m too unwil­ling to get into con­ver­sa­ti­on with.
Mari­el­la­El­la is not that kind of per­son. I’m sure tal­king to her can be a walk in the park. But she is able to ask ques­ti­ons whe­reof I don’t have a tiny clue how to ans­wer them:

mariella

Well, asto­nis­hin­gly enough it’s the boys she fucks. I was told the tas­te depen­ded on what boys ate befo­re. I never thought on how to make it beco­me deli­cious. This seems to be her topic. A topic girls talk about? For what? To expe­ri­ence boys depen­ding on their tas­te?

And also the­re are boys to crea­te a “chai-esque” tas­te? AND it has a ting­ling after-effect? What else are the­se guys able to crea­te? I’m com­for­ta­ble in not being able to com­pe­te with tho­se super­he­roes or James Bonds but this seems to be way bey­ond my capa­ci­ties, too!

Man müsste was unternehmen

Immer wenn ich nach Bie­le­feld fah­re, blei­ben mir etwa 20 Minu­ten am Bahn­hof, bevor es für mich wei­ter­geht. Und als ob Bie­le­feld bei nas­sem, düs­te­rem Wet­ter nicht schon ernüch­ternd genug wäre, ist am Haupt­bahn­hof ziem­lich wenig los. Wenn es kalt ist, zieht es mich ent­we­der in die Tha­lia-Buch­hand­lung dort oder in den McDonald’s. Bei­des kei­ne Wahl par excel­lence, aber da drin ist es halt warm.
Heu­te nun stie­fel­te ich wie­der die Bahn­hofs­trep­pe hoch, durf­te mich auf der Anzei­ge­ta­fel am Ein­gang davon infor­mie­ren las­sen, dass mei­ne Anschluß­stadt­bahn geraaa­de weg­ge­fah­ren ist und schlug schlur­fend den Weg zu McDonald’s ein. Und wie ich so schlurf­te über­hol­te mich links eilig ein etwa 10cm grö­ße­rer Mann im dunk­len Man­tel, wehen­den Schals das ame­ri­ka­ni­sche Bil­lig­es­sen­pa­ra­dies erobern wol­lend. Er erreich­te gut 20 Meter vor mir die Ein­gangs­tü­ren des Bur­ger­ver­ti­ckers, drück­te sich — den Schwung mit­neh­mend — auf­bäu­mend gegen die eiser­nen Tür­schlau­fen und hops­te abge­wie­sen wie­der zu Boden. Er drück­te ungläu­big noch­mal, aber die Tür gab wie­der nicht nach. Er stell­te sei­nen Akten­kof­fer ab und schob sei­nen Stoff­hut mit Rips­band etwas nach oben. Er drück­te — nichts. Die Tür blieb zu. Ungläu­big schau­te er zu den grob­mo­to­ri­schen Tablett­trä­gern im Innern des Restau­rants, dann wie­der auf die Tür, drück­te die lin­ke Tür eben­so erfolg­los, ver­setz­te dann dem Tür­griff einen Schlag mit der Hand und brüll­te laut­hals:
“So eine Schei­ße!”
In die abrup­te auf­ge­kom­me­ne Stil­le rund um den Ein­gang war jetzt die Fra­ge getre­ten, ob man eine schnel­le Kehrt­wen­de voll­zieht und ein­fach den ande­ren Ein­gang an der Stra­ße nimmt oder ob man der Din­ge harrt, die da kom­men wer­den. Aber bevor ich mir über­haupt eine Mei­nung bil­den konn­te, hat­te sich der Tür­schub­ser auch schon umge­dreht und schau­te mich wut­schnau­bend an: “Alles läuft hier falsch! Es ist zum Kot­zen! Nichts funk­tio­niert in Deutsch­land! Es ist alles kaputt! Und dann kommt die Mer­kel und wirft Geld aus dem Fens­ter! Jaaa, daaaaa­für ham­se Geld. Aber unser­eins muss sehen, wo er bleibt. Aber es sagt ja nie­mand was. Sie sagen ja auch nichts.”
Ich nick­te im Geis­te.
“Und die, die es könn­ten, die machen nichts. Und dann die Lin­ken! Es ist doch alles lächer­lich. Lächer­lich ist das! Man darf gar nicht drü­ber nach­den­ken. Man regt sich nur auf! Das könn­te denen so pas­sen, ja das könn­te denen so pas­sen. Aber nicht mit mir. Nicht mit mir! Da muss man doch was unter­neh­men! Eine ganz gro­ße Schei­ße ist da am Lau­fen!”
Ich harr­te ihn an.
“Achhrrr” sag­te der Wut­mensch, zog sei­nen Hut etwas mehr ins Gesicht, warf mir eine weg­wi­schen­de Hand­be­we­gung zu, schnapp­te sich sei­nen Akten­kof­fer und schritt von dan­nen. Und damit ermög­lich­te er mir die freie Sicht auf die zwei klei­nen Schil­der, die an bei­den Türen mit­tig ange­bracht waren: “Zie­hen.”

Der Weltuntergang

Alles begann mit einer Pres­se­mit­tei­lung in der letz­ten Woche…

Irgend­wann muss­te es halt mal sein. Ewig wür­de sich die Welt nicht hal­ten, davon hät­te man nicht aus­ge­hen kön­nen. Die Mit­tei­lung mach­te in Twit­ter schnell die Run­de:

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Wer jetzt kein Haus hat­te, der bau­te sich kei­nes mehr. Unter­schlupf wur­de aber wei­ter­hin gesucht:

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Der­weil warf das Unheil ers­te Schat­ten:

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… und hek­tisch wur­den die letz­ten Din­ge gere­gelt…

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Ja, aber nur weil da jemand den Hape macht, lässt sich der Wel­ten Lauf doch nicht auf Ter­min­ver­schie­bun­gen ein.

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Nein, nein, der Welt­un­ter­gang war wei­ter­hin für den mor­gi­gen Tag vor­ge­se­hen, auch wenn man im Rhein­land schon auf­plus­ternd anfing zu strei­ten, wo das Event sei­ne Erst­auf­füh­rung haben soll­te.

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Nicht ein­mal in Zei­ten des Unheils wird man Rhein­län­der zusam­men­schwei­ßen kön­nen. Aber noch war nichts gesche­hen, noch konn­te man die alte Welt gebüh­rend ver­ab­schie­den. Noch konn­te man in Ruhe kon­sta­tie­ren:

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Eine gewis­se Span­nung unter den Twit­te­rern konn­te aber nicht abge­strit­ten wer­den, das Unheil nah­te schließ­lich. Zeit für letz­te Vor­be­rei­tun­gen :

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Leich­ter gesagt als getan…

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Und dann war es lang­sam soweit. Das Licht wur­de gedimmt…

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… die letz­ten Pro­ben waren abge­schlos­sen …

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… und die ers­te Begeis­te­rungs­stür­me waren zu hören, als der Vor­hang gelüf­tet wur­de und das Schau­spiel begann:

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Wäh­rend eini­ge noch ungläu­big wirk­ten…

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Wur­de er andern­orts schon klar iden­ti­fi­ziert:101213

Ja und wie war er nun, der Welt­un­ter­gang?

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Also eher ent­täu­schend? Naja, was hat man denn auch erwar­tet? In Zei­ten der Finanz­kri­se hat Petrus auch kei­ne Kapa­zi­tä­ten mehr für so einen umwer­fen­den Welt­un­ter­gang mit allem Pipa­po, da muss man sich auch ein­mal mit weni­ger zufrie­den geben. Oder eben trick­sen…

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Naja, sooo kann ich das auch.

Lycos Europe: Das Bertelsmann-Debakel

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Es wur­de immer­hin heu­te mehr über Lycos gere­det als in den ver­gan­ge­nen Jah­ren. Lycos Euro­pe wird in die Inter­net­ge­schich­te ein­ge­hen als ein Witz der Dot-Com-Boom-Pha­se. Und um es gleich zu sagen, es ist heu­te sehr schlimm für die Mit­ar­bei­ter. Von denen habe ich gehört, dass man inten­siv am und im Unter­neh­men arbei­te und es wur­de wie­der und wie­der das gute Kli­ma im Unter­neh­men gelobt. Es gibt gute Grün­de, den Unter­gang von Lycos als scha­de zu bezeich­nen. Auf Chris­toph Mohn möch­te ich nicht rum­hau­en, das wer­den ande­re zur Genü­ge tun.
Was aber zum Ende von Lycos Euro­pe auch fest­ge­hal­ten wer­den kann, ist, und dafür ist Mohn sicher irgend­wie ver­ant­wort­lich, wenn auch nicht allein, dass die alt­her­ge­brach­te Ber­tels­mann-Stra­te­gie gefloppt ist: Der Gedan­ke, Kun­den vor­zu­set­zen, was die kau­fen sol­len (was in den 90ern im Inter­net noch klapp­te), anstel­le den Kun­den aufs Maul zu schau­en, und deren Inter­es­sen mit ade­qua­ten (Internet-)Diensten zu unter­stüt­zen. Sowas mag im Buch­club funk­tio­nie­ren, im Inter­net eben nicht. Ber­tels­mann hat im Inter­net, soweit ich weiß, nie Erfolg gehabt. Lycos ist da wohl nur der­zeit die Spit­ze des Eis­bergs. Mag ich mit der Ein­schät­zung auch voll dane­ben lie­gen, wir haben es hier mit einem der­ben Image­scha­den für Ber­tels­mann und die Mar­ke Lycos zu tun.
Dabei hat­ten sie durch­aus Chan­cen. Der Lycos-Chat hat vor eini­gen Jah­ren genau die Nut­zer ange­spült, die so heiß umkämpft gewe­sen sind: Jun­ge, dyna­mi­sche Leu­te, die mit­ein­an­der in Kon­takt tre­ten woll­ten, auf durch­aus anspruchs­vol­le Wei­se. Der Lycos-Chat unter­schied sich von allen ande­ren durch Din­ge, die Diens­te wie Twit­ter auch ver­wen­den, und die damals neu waren: Ein direk­tes Mit­tei­lungs­sys­tem, eine eige­ne Dar­stel­lungs­sei­te, Sta­tis­ti­ken über Benut­zer, die die eige­ne Sei­te anschau­ten. All das, was für vie­le Stu­diVZ-Nut­zer Neu­land bedeu­te­te.
Und was mach­te Lycos? Man ver­such­te den Chat zu mone­ta­ri­sie­ren. Nut­zer soll­ten Geld bezah­len für die Sta­tis­ti­ken und ande­re Eigen­schaf­ten des Sys­tems. Und was mach­ten die Nut­zer? Sie sag­ten in Scha­ren Lycos Lebe­wohl. Sie lie­ßen sich nicht das andre­hen, was schein­bar auch kos­ten­los zu krie­gen sein kann. Lycos hat eine erfolg­ver­spre­chen­de Idee leicht­fer­tig zum Ver­such des Mone­ta­ri­sie­rens aus der Hand gege­ben. Ein Ver­such, der schon zuvor oft genug geschei­tert war. Das müss­te das sein, was Mohn ver­ste­hen müss­te, wenn er sagt Lycos habe es nicht geschafft, sei­ne Diens­te zu mone­ta­ri­sie­ren. Weil nie­mand dar­auf geschaut hat, wer die Groß­zahl poten­ti­el­ler Kun­den ist und was die wohl inter­es­siert, wenn klar ist, dass man denen nicht irgend­was zum Bezah­len aufs Auge drü­cken kann. Mohn hat im letz­ten Jahr aus­ge­ru­fen, man wol­le nun auf web2.0‑Strategien bau­en. Davon ist nichts geblie­ben. Statt­des­sen trat zeit­gleich Twit­ter sei­nen Sie­ges­zug an — mit Stra­te­gien, die bei Lycos nach 12 Jah­ren im Inter­net­ge­schäft längst bekannt sein hät­ten müs­sen.
Müs­sen. Aber auf die­se und diver­se ande­re Manage­ment­feh­ler ist wohl zurück zufüh­ren, dass von den 672 Mil­lio­nen Euro aus der Dot-Com-Boom-Pha­se noch etwa 140 übrig geblie­ben sind. Das ist ein Minus von 500 Mil­lio­nen €. Und auch wenn es aus Grün­den der Umrech­nung nicht mehr nötig ist, so las­sen sie sich die Zahl doch noch ein­mal auf der Zun­ge zer­ge­hen: Eine Mil­li­ar­de DM.
Und damit Schluss für’s Ers­te. Auf zu neu­en Ufern, lie­be Lyco­sia­ner. Jedem neu­en Anfang wohnt ein Zau­ber inne.
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edit: Mohn sagt in einem ers­ten State­ment, man habe nicht mit Goog­le mit­hal­ten kön­nen. Das stimmt sicher­lich, aber war das denn der Geg­ner? Oder war man nicht viel­mehr selbst sein größ­ter Geg­ner?
Und wo ich “rum­ha­cken” schrei­be, für sowas fin­det sich immer jemand.

Telemediale Kämpfer

Tho­mas G. Hornau­er, der durch selt­sa­me Hot­lines reich­ge­wor­de­ne TV-Sen­der-Besit­zer, hält wohl wei­ter an sei­nen Kanal Tele­me­di­al fest. Nun hat er einen Kämp­fer an sei­ner Sei­te, der auf You­Tube zurück­schlägt:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=RNhcsKUHwNI&w=425&h=344]
via: The Auf­sichts­be­hörd­le

Und für alle, die das kanalt­ele­me­dia­le Grund­kon­zept nicht ken­nen, hier mal eine Ein­füh­rung:
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=jBGS_0V5t‑4&w=425&h=344]